NPO-Blogparade: Folgen der Finanzkrise für Nonprofits – Bedrohung oder Chance?

Ein Aspekt, der im Rahmen der Blogparade noch gar nicht aufgegriffen wurde (mir ist zumindest nichts bekannt), sind die Künstler und ich beziehe mich hier konkret auf die bildenden Künstler. Viel wurde bis dato über die Museen und sonstige Kultureinrichtungen geschrieben und diskutiert. Was bedeutet die Finanzkrise aber konkret für die jungen, sich noch in der Ausbildung befindlichen bildenden Künstler. Ist für sie die Party vorbei, ehe sie richtig anfing?

Mir fiel jetzt wieder ein Gespräch mit einem Student der hiesigen Staatlichen Hochschule für Bildende Künste - Städelschule - ein, das ich vor geraumer Zeit hatte. Damals sagte er, dass viele seiner Kommilitonen und Kommilitoninnen und auch er selbst bereits zu Studienzeiten Käufer und Sammler für ihre Arbeiten hätten. Es gehöre schon fast zum guten Ton, als Student Sammler für seine Werke zu haben. Unterschwellig käme man also schon fast in Zugzwang und jeder sei bestrebt, sich ein „Käuferschicht” aufzubauen.

Die Konsequenz ist dann doch aber, dass die jungen Künstler schon zu Studienzeiten für den „Markt produzieren”, eben was Sammler mögen. Auf der Strecke bleibt die künstlerische Entwicklung und Arbeiten, die sich kritisch mit der Gesellschaft auseinandersetzten.

Wenn nun, bedingt durch die Finanzkrise, weniger Käufer zur Verfügung stehen, sehe ich das für junge Künstler durchaus als eine Chance, wieder mehr zu experimentieren und sich Zeit zu geben, um einen ganz eigene Stil zu entwickeln ohne gleich den Kunstmarkt im Blick zu haben. Ich sehe natürlich durchaus auch die Gefahr, dass es für die Künstler schwieriger wird, Käufer zu finden. Andrerseits denke, dass sich gute und interessante Arbeiten dennoch durchsetzen werden …

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