Mozartfest Würzburg ¦ Mein Mozartfest

Heute in 79 Tagen startet „mein” Mozartfest! 30 Jahre lang habe ich in Würzburg direkt neben dem Mozartfest gelebt, die Residenz mit dem einzigartigen Kaisersaal ist weniger als hundert Meter von „meiner” St. Johanniskirche entfernt. Christian KabitzIch erinnere mich, dass es in den achtziger Jahren noch ein Event war, wenn Damen in lang und Herren im Smoking auf dem Kopfsteinpflaster vor der Residenz „bella figura” machten (oder es zumindest versuchten).

Dann verschwand das Mozartfest aus meinem Blickwinkel. Nun gut, es gab Fahnen mit dem Logo in Rot - da wusste man: Es ist Mozart-Zeit, aber so eine richtige Festival-Stimmung war nicht mehr da. Ja, und dann kam letztes Jahr im März die Anfrage, ob ich mir vorstellen könnte, das Mozartfest zu machen, zusammen mit Thomas Hengelbrock. Ich als Intendant, er als Beirat. Thomas kenne ich seit ebenfalls dreißig Jahren, er hat an der Musikhochschule hier (die ist genau gegenüber von „meiner” Kirche) Violine studiert, und dass seine Ensembles den Namen des Baumeisters der Residenz tragen, zeigt seine Liebe zu Würzburg und bringt Balthasar Neumann auch zu den Musikfans, die von Barock-Architektur keinen Schimmer haben.

Nun bin ich ja kein arbeitsloser Kulturwirt auf Stellungssuche, sondern habe mit dem Bachchor Würzburg (mindestens zwei Proben pro Woche) und einer hauptamtlichen Kirchenmusikerstelle schon gut zu tun, Zwergerl, Kinderchor, Jugendchor, jedes Jahr die „Würzburger Bachtage” mit 15 Konzerten, dazu den Bachchor Heidelberg und den Cäcilien-Chor Frankfurt mit entsprechenden Konzerten im In- und Ausland, dazu meine Kinderkonzerte in der Alten Oper Frankfurt - da kommt keine Langeweile auf.

Aber nach längerem Hin und Her habe ich dann „JA” gesagt und nun bin ich seit 1. September 2008 wirklich der künstlerische Leiter des Mozartfestes. Dass es doch soviel Arbeit werden wird, habe ich mir nicht vorgestellt. Was alles auf mich zugekommen ist, wie dieses Festival funktioniert und warum es ein tolles werden wird - davon will ich jeden Mittwoch in diesem Blog berichten.

von Christian Kabitz

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4 Responses to “Mozartfest Würzburg ¦ Mein Mozartfest”

  1. Alexander von Halem Says:

    Ich bin sehr glücklich, dass das Mozartfest hier einen lebendigen Platz im Netz gefunden hat und dass wir, Dank Ihrer wöchentlichen Blogbeiträge, einen Blick hinter die Kulissen bekommen werden. Dafür schon jetzt herzlichen Dank, Christian Kabitz (und Ulrike Schmid)!

    Alexander v. Halem
    Zeilitzheim

  2. Würzburg Silverlight Travel » Mozartfest Würzburg - Mein Mozartfest Says:

    [...] Dann verschwand das Mozartfest aus meinem Blickwinkel. Nun gut, es gab Fahnen mit dem Logo in Rot - da wusste man: Es ist Mozart-Zeit, aber so eine richtige Festival-Stimmung war nicht mehr da. Ja, und dann kam letztes Jahr im März die Anfrage, ob ich mir vorstellen könnte, das Mozartfest zu machen, zusammen mit Thomas Hengelbrock.  mehr hier [...]

  3. Christian Henner-Fehr Says:

    Gute Idee, über eine Veranstaltung im Blogformat zu berichten. Während andere dafür ein eigenes Blog aufsetzen, werden hier bestehende Ressourcen genutzt. Ich freue mich schon auf die kommenden Beiträge…

  4. Kultur 2.0 » Blog Archive » Mozartfest Würzburg ¦ Mozart und Paris Says:

    [...] I-Mein Mozartfest II-Die angenehmen Seiten eines Festivalleiters III-Eine kleine Nachtmusik IV-Les petits riens V-Aufgehende Sterne var addthis_pub = ‘edvh’; var addthis_language = ‘en’;var addthis_options = ‘email, favorites, digg, delicious, myspace, google, facebook, reddit, live, more’; [...]