Mozartfest Würzburg ¦ “Les petits riens”

Heute ist der große Tag: Am 1. April geht der offizielle Kartenvorverkauf los, jeder kann persönlich sein Ticket für ein unvergessliches Mozartfest-Erlebnis erwerben. Mein Traum wäre ja eine kilometerlange Schlange vor unserer schmucken Immobilie, aber weil man seit ein paar Jahren auch vorher schon schriftlich bestellen kann, wird es mit der ganz langen Schlange nichts werden, ich hoffe auch mittelgroßes Gedrängel!

Zur Immobilie: Seit ich denken kann, habe ich mich über diesen meist leeren Glaskasten (ca. 100 qm groß) mitten in der Stadt in bester Lage gewundert. Als ich unseren „alten” Vorverkaufsraum mit gefühlten 10 qm besichtig habe, war mir klar: Dahin müssen wir umziehen. Jetzt ist er dank dem Sponsoring der Eigentümer-Bank, einer Inneneinrichtungs-Firma, neuem Teppichboden (fast gesponsert) und vielen Accessoires (ausgeliehen) ein richtiger toller Raum geworden. In den Fenstern hängen großformatige Fotos (gesponsert) unserer Stargäste, u. a. von den Labeques, Frank-Peter Zimmermann, Sir Neville Marriner, Arabella Steinbacher und natürlich Thomas Hengelbrock, der - seit Samstag ist es amtlich - ab 2011 neuer Chef des NDR-Symphonieorchesters in Hamburg sein wird. Wir sind alle unglaublich stolz, denn das ist eine große, ehrenvolle Aufgabe für ihn, und ich weiß, wie gerne er mit dem Orchester arbeitet.

Am Sonntag habe ich in „meiner” St. Johanniskirche zu Würzburg das wunderbare Requiem von Karl Jenkins dirigiert, in der Nacht ging es dann noch nach Wien. Treffen mit Agenten und Dirigenten in Sachen Mozartfest 2010/11 standen im Kalender und außerdem habe ich mir im Musikverein die Schlussproben zu „Il ritorno di Tobia” angehört, ein wunderbares, leider fast vergessenes Oratorium des Jubilars Joseph Haydn - am 24. Mai werde ich es selbst in Heidelberg dirigieren. Man lernt unendlich viel beim Proben-Anhören!

Am vergangenen Samstag habe ich auch endlich das Orchestermaterial zu Mozarts Ballettmusik „Les petits riens” (… die kleinen Nichtse …) fertig geschrieben, da keines erhältlich ist, ich dieses Kleinod aber gerne im diesjährigen Programm haben möchte. Das diesjährige Motto lautet doch „Mozart & Paris”. In Paris hat Mozart 1778 eher zurückhaltend komponiert - gemessen an seiner sonstigen Schreibgeschwindigkeit war das Ergebnis mit Pariser Symphonie, Flöte-Harfe-Konzert und ein paar Sonaten recht mager - aber es ist eben auch diese Ballettmusik entstanden, die man eigentlich nie im Konzert hört. Also: Wer wissen will, wie die „kleinen Nichtse” klingen: Am 19. und 20. Juni können Sie es im Kaisersaal hörend erleben! Albrecht Mayer wird übrigens auch da sein und Mozarts Oboenkonzert spielen … Und zu essen und trinken gibt’s vorher und hinterher auch! Wie in Paris!

Hier können Sie Karten bestellen

von Christian Kabitz

Bisher erschienen:

III-Eine kleine Nachtmusik
II-Die angenehmen Seiten eines Festivalleiters

I-Mein Mozartfest

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4 Responses to “Mozartfest Würzburg ¦ “Les petits riens””

  1. Alexander von Halem Says:

    Ich habe mir gleich mal “zur Einstimmung” einige der Stücke aus “Les petits riens” bei iTunes angehört. Sehr schön, leicht und locker, fröhlich. Nur leider werde ich das Konzert nicht im Rahmen des Mozartfests hören können; bei uns im Schloss ist selbst “Betrieb”.

    Ich wünsche einen erfolgreichen Kartenvorverkauf und eine ausverkaufte Veranstaltung mit standing ovations!

  2. Ulrike Schmid Says:

    @Alexander Na, das freut mich doch, wenn der Beitrag Dich wenigstens dazu gebracht hat, Dir das Stück anzuhören :-) Hoffe, wir werden uns bei einem anderen Konzert mal sehen. Genug Auswahl gibt es ja ….

  3. Alexander von Halem Says:

    Würde mich freuen!

    Schön, übrigens, dass hier auch weniger bekannte Stücke vorgestellt werden. Das Würzburger Mozartfest kann mit der frischen Kommunikation, der schönen Musik und der traumhaften Kulisse einiges in Sachen “Heranbringen an Musik” bewirken.

    Eine meiner schönsten Jugenderinnerungen ist der Besuch einer Nachtmusik im Residenzgarten. Damals noch als “picnic” Gäste mit einer Freundin; vor ein paar Jahren waren meine Frau und ich dann mal wieder dabei mit eigenen Stühlen…

    Toll finde ich übrigens die Idee, den “weißen” (?) Saal der Residenz quer zu bestuhlen. Ich habe nämlich mal ein Konzert in diesem “Nebensaal” ohne Sichtkontakt zu den Musikern besucht und das Erlebnis war schon ein wenig befremdlich.

    Hier wird nachgedacht und Mut zu neuen Wegen gezeigt. Weiter so!

  4. Kultur 2.0 » Blog Archive » Mozartfest Würzburg ¦ Mozart und Paris Says:

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