Seite an Seite mit den klassischen Medien – Social-Media-Partnerschaft

http://www.bachtage-wuerzburg.de/medienpartner/Dass Kultureinrichtungen Medienpartnerschaften eingehen ist nichts Neues und an der Tagesordnung. Es gehört schon fast zum guten Ton mindestens einen Medien- oder Kulturpartner im Boot zu haben. Nennung des Medienpartners und Einbindung des Logos gehören von Seiten der Kultureinrichtung dazu, der Medienpartner offeriert im Gegenzug vergünstigte Anzeigenpreise oder Ankündigungen in Form von Veranstaltungstipps mit Verlosung von Freikarten.

Die Beschaffung der Informationen ändert sich zunehmend - laut der ARD/ZDF-Online-Studie 2011 sind mittlerweile 73,3 Prozent der Bevölkerung online und auch die Zahl derer, die Social-Web-Angebote nutzen steigt stetig - und demzufolge sollte man auch über neue Formen von Medienpartnerschaften nachdenken.

Einen Schritt in diese Richtung haben nun die Würzburger Bachtage (Kunde) unternommen. Das Festival, das alljährlich Ende November in Würzburg stattfindet, ist eine Social-Media-Partnerschaft mit der Facebook-Seite Würzburg erleben eingegangen. Meines Wissens nach ist das auch die erste Social-Media-Partnerschaft im Kulturbereich.

Durch die Partnerschaft haben die Würzburger Bachtage die Möglichkeit im Social Web präsent zu sein und von einem anderen Publikum wahrgenommen zu werden. Mit den knapp 30.000 Fans, die die Seite hat, können sie auch ganz gezielt WürzburgerInnen ansprechen und damit auch die Reichweite erhöhen. Die Freunde der Seite Würzburg erleben sind leidenschaftliche WürzburgerInnen, finden ihre Stadt toll und interessieren sich dafür, was in ihrer Stadt los ist. Also eine perfekte Präsentationsfläche für die Würzburger Bachtage. Die Seite Würzburg erleben bietet im Gegenzug ihren Fans interessante Hinweise darauf, was in ihrer Stadt so alles passiert.

Die Ideen zu der Social-Media-Partnerschaft hatte übrigens einer der Seitenbetreiber, Christian Papay, und ist damit bei mir (und dem Kunden) sofort auf Begeisterung und Zustimmung gestoßen.

Was halten Sie/haltet ihr von dieser Idee? Gibt es bereits Erfahrungen mit Partnerschaften im Social Web?

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7 Responses to “Seite an Seite mit den klassischen Medien – Social-Media-Partnerschaft”

  1. Hagen Says:

    Interessant, da sind wir auch mit Vioworld am sondieren. So langsam wird der Social Media Bereich auch von der klassischen PR wahrgenommen und als wichtiger Multiplikator wahrgenommen.
    Dass man jemanden wie Dominique Horwitz für den Vioworld-Blog bekommt, wäre vor drei Jahren undenkbar gewesen…

  2. Ulrike Schmid Says:

    Als ich nehme diesen Bereich aus PR-Sicht schon lange wahr - eigentlich von Anfang an - und wir haben ja auch schon vor zwei Jahren für das Cello-Festival was zusammen gemacht. ;-)
    Stimmt, Vioworld fällt mir auch im Bereich der klassischen Musik als erstes ein. Wobei es schon noch ein Unterschied ist, ob ich jemand für ein Interview für ein Blog gewinne, oder ob es tatsächlich eine (Social-)Media-Partenrschaft ist, in der es um Leistung und Gegenleistung geht.

  3. Christian Henner-Fehr Says:

    @Ulrike: woraus bestehen denn ganz konkret Leistung und Gegenleistung? Ich stoße mich ja ein wenig an dem von Dir gewählten Begriff der “Präsentationsfläche”. Es mag durchaus sinnvoll sein, dass die Infos über die Bachtage über eine FB-Seite verbreitet werden, immerhin hat die Seite fast 30.000 Fans. Aber wie oft wird dort jetzt auf die Bachtage hingewiesen und welche Aktion wird von den Fans dort erwartet?

  4. Ulrike Schmid Says:

    @Christian Mir ist in dem Moment kein besseres Wort eingefallen. :-) Es ist allerdings zunächst nicht mehr, da die Würzburger Bachtage ja selbst im Social Web nicht aktiv sind. Das Festival kann also trotz Abwesenheit anwesend zu sein.
    Es wurde bisher schon mehrmals darauf hingewiesen und es wird auch kurz vor Beginn und während des Festivals immer wieder auf Veranstaltungen hingewiesen. Mehr veraten wir demnächst im Interview bei Birgit Schmidt-Hurtienne auf http://www.kulturwirtschaftswege.de/blog.
    Die Gegenleistung unsererseits besteht u. a. darin, dass wir sie, wie bei unseren anderen Medienpartner auch, auf der Website und in den diversen Materialien (Programmheft, Pressemeldung etc.) mit Abbildung des Logos nennen.
    Es ist auch einfach mal der Versuch, etwas Neues auszuprobieren und wer weiß ….

  5. Christian Henner-Fehr Says:

    @Ulrike: das klingt so web1.0-ig. :-) Ich denke, Social Media kann mehr und dementsprechend steckt auch merh Potenzial in solchen Partnerschaften. Aber irgendwo muss man halt anfangen. ;-)

  6. Ulrike Schmid Says:

    @Christian Auch wenn ich geschrieben habe, dass es “nur” Ankündigungen gibt, kann es ja auch sehr 2.0ig werden. Hängt ja davon ab, was die Initiatoren und Fans draus machen. So plump werden die Ankündigungen nicht sein - So gut solltest du mich kennen. ;-)
    Wenn beide Partner im Social Web verankert sind, ergeben sich natürlich ganz andere Kooperationsmöglichkeiten.

    Und wie gesagt, es ist ein Anfang … Schau’n wir mal.

  7. 7 Fragen zur ersten Social-Media-Partnerschaft im Kulturbereich Says:

    [...] der Kommunikationsberatung u.s.k. in Frankfurt, überraschte vor Kurzem mit der Ankündigung der ersten Social-Media-Partnerschaft im Kulturbereich:  einer Medienpartnerschaft zwischen der Facebook-Seite »Würzburg erleben«, [...]