KultUp - Tweet up your cultural life

KultUp FanbannerVergangenen Donnerstag hat der 2. KultUp in Frankfurt stattgefunden. Organisiert werden die KultUps von Tanja Neumann und mir und wir haben diesen Twitter-Event unter das Motto „KultUp - Tweet up your cultural life” gestellt.

Nachdem ich an anderer Stelle schon einiges über Kultur-Tweetups und ihren Nutzen sowohl für die Rezipienten als auch für die Kultureinrichtungen geschrieben habe (etwa hier, hier oder auch in dieser Präsentation) möchte ich auch in dieser Stelle auf diese Veranstaltungsreihe eingehen, deren Ziel es ist, offline- und online-Welt zu verbinden und Kulturvermittlung zu betreiben.

All denjenigen, die mit dem Wort Kultur-Tweetup noch nichts anfangen können sei gesagt, dass es sich um ein Event handelt, bei dem sich Twitterer ganz real in einer Kultureinrichtung treffen, mit dem Ziel, über eine Führung, einen Probenbesuch oder ähnliches zu twittern. Durch die Festlegung eines Hashtags (Rautenzeichen inkl. eines Kürzels - in unserem Fall #kultup) können Twitterati aus der ganzen Welt virtuell an der Führung partizipieren.

Und es wird partizipiert: Sei es, dass Fragen gestellt werden,

sei es, dass weiterführende Informationen eingestreut werden

oder die Twitterati sich einfach nur untereinander unterhalten.

Kultur-Tweetup bieten also auch die Möglichkeit, Menschen zusammenzubringen, die sich vorher nicht kannte.

Kultur-Tweetups bedeutet aber auch „Schwerstarbeit” - für die VeranstalterInnen. Man steht stets unter dem Druck „liefern zu müssen”: Fotos, damit die Twitterer draußen in der Welt eine Vorstellung davon bekommen, über was getwittert wird. Und natürlich muss das Gehörte weitergegeben werden. Gleichzeitig müssen Fragen aufgegriffen und weitergeben werden.

Der Lohn für die Mühen sind viele engagierte Mittwitterer, die nicht nur Spaß hatten, sondern auch nach dem Tweetup das Gefühl haben, etwas gelernt zu haben und Lust bekommen haben, die Ausstellung zu besuchen.

Den Mehrwert für die Kultureinrichtungen sehe ich vor allem darin, dass

  • sie sich als ein am Dialog interessiertes Haus positionieren kann
  • Interesse an dem Angebot geweckt wird
  • sie eine höhere Aufmerksamkeit bekommen
  • neue Besuchergruppen erschlossen werden
  • die Reputation und Awareness gesteigert wird
  • durch den Blick hinter die Kulissen, Vertrauen aufgebaut wird, das letztlich in neuen Fürsprechern für die Kultureinrichtung münden kann.

Andrerseits sollten auch die sozialen Faktoren nicht zu kurz kommen. Eine Kultureinrichtung wird selbst zu einem Ort der Kommunikation und das (nicht nur) über Kunst. Sie bringt Menschen zusammen, die sich vorher nicht kannten. Gespräche/Freundschaften zwischen Menschen, die sich erst durch einen Kultur-Tweetup kennenlernen, entstehen. So wird die Kultureinrichtung auch über den Tag des Events hinaus verbindendes Element dieser Freundschaft sein.

Ein wesentliches Element der KultUps ist, dass wir den beteiligten Twitterern einen Mehrwert bieten wollen, den sie bei einer öffentlichen Veranstaltung so nicht bekämen. Das ist zunächst der freie Eintritt. Mehrwert aber auch im Sinne, dass man etwas zu sehen oder hören bekommt, das man sonst nicht erfährt. Beim ersten KultUp war es die Möglichkeit dem Kurator über Twitter Fragen zu stellen, beim zweiten holte die Kuratorin ein ganz besonderes Stammbuch aus der Vitrine, blätterte es vor unseren Augen durch und wir durften für die Online-Teilnehmern mitfotografieren.

Ein weiteres wichtiges Merkmal der KultUps sind entsprechende Blogbeiträge, um die Tweetups festzuhalten, die Stimmung und das Erfahrene (Gelernte) zu dokumentieren. Mit entsprechenden ergänzenden Blogbeiträgen soll auf den Tweetup eingestimmt bzw. vorbereitet werden. Insofern sind KultUps nicht nur ein Twitter-Event, sondern ein auf Nachhaltigkeit angelegtes Projekt, das verschiedene Social-Media-Kanäle miteinander verbindet.

Ferner ist uns daran gelegen, dass wir mit den Kultur-Tweetups auch Menschen erreichen, die sich nicht in der „klassischen Kulturszene” bewegen. Meiner Forderung „Raus aus dem Feuilleton, rein in die Talkshow” oder in diesem Falle „rein in die Twitter-Timeline” sind wir auf jeden Fall schon ein Stück näher gekommen, was verschiedenste Tweets belegen (nachzulesen etwa hier).

PS Für alle bekennenden Fans gibt es übrigens ein Banner (hier zum Download) zum Einbinden auf dem Blog oder der Website sowie ein Picbadge fürs Twitter- und Facebook-Profilfoto.

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