Rollenspiele im Orchester

Christoph Werkhausen, Redakteur und Moderator der Sendung,  im Gespräch mit dem Solo-Hornisten Samuel Seidenberg kurz vorm KultUp. Foto: Laura Rodriguez (hr)

Christoph Werkhausen, Redakteur und Moderator der Sendung, im Gespräch mit dem Solo-Hornisten Samuel Seidenberg kurz vorm KultUp. Foto: Laura Rodriguez (hr)

Nicht erst seit dem Tweetup beim hr-Sinfonieorchester im September höre ich samstags äußerst gerne die Sendung Treffpunkt hr-Sinfonieorchester. Eine Sendung für Musikliebhaber und -einsteiger heißt es auf der Website dazu. Meines Wissens hat damit das Frankfurter Orchester als einziges ARD-Orchester eine eigene wöchentliche Sendung.

In den knapp zwei Stunden (von 9.05 bis 11.30 Uhr) dreht sich alles um die Aktivitäten des Orchesters, also alles was das Orchester so macht: von bevorstehenden (und zurückliegenden) Konzerten und Veranstaltungen - wie etwa unseren KultUp - über Interviews sowohl mit den Orchestermusikern, Dirigenten als auch mit Solisten.

Blick hinter die Kulissen

Spannend wird es dann, wenn der Blick hinter die Kulissen gewährt wird, wenn einzelne Instrumente und ihre Musiker porträtiert werden. Besonders angetan hat es mir die Beitragsserie Rollenspiele im Orchester. In knapp 10 Minuten werden hier Rollen und Funktionen einzelner Musiker bzw. Instrumentegruppen vorgestellt und ermöglichen so Einblicke, die man üblicherweise nicht erhält. Hier als Beispiel das Rollenspiel Konzertmeister.

Musikvermittlung par excellence

Gerade da sich die Sendung auch an Einsteiger richtet, finde ich diese Rollenspiel ein gutes Beispiel dafür, wie man Interesse an und Verständnis für klassische Musik wecken und vermitteln kann. Welcher Einsteiger weiß schon, dass der Konzertmeister die 1. Violinen auf die Proben mit dem Dirigenten vorbereitet, indem er die Strichführung in den Stimmen vorgibt? Solche Einblicke würnsch ich mir auch verstärkt auf den diversen Facebook-Seiten und Blogs von Orchestern. Was im Radio funktioniert müsste doch auch in den Social Media funktionieren? Zumal ja häufig als Grund für ein Social-Media-Engagement die Gewinnung neuer Zielgruppen genannt wird. Außerdem stehen meiner Meinung nach, öffentlich subventionierte Orchester auch in der Pflicht, Musik zu vermitteln und dabei nicht nur an die ganz Jungen zu denken. Mit der Sendung kommt das hr-Sinfonieorchester dieser Aufgabe auf jeden Fall nach. Die Reihe der Rollenspiele, die in der Sendung vorgestellt wurden, ist abgeschlossen. Wer Interesse an den Beiträgen hat, wird auf der Seite des Treffpunkt hr-Sinfonieorchesters fündig. Dort gibt es auch einzelne Beiträge in denen Instrumenten vorgestellt werden sowie Musikerinterviews. Möglicherweise gibt es ja auch schon bald eine neue Serie im Treffpunkt hr-Sinfonieorchester, die sich vorrangig an Einsteiger richtet. Stay tuned.

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