#kulturffm: Ein Gespräch mit Dirk Hensen von Twitter

meinfrankfurt

Im Mai stand Frankfurt bei Twitter im Mittlepunkt. Mittels des Hashtags #meinfrankfurt sollte so ein digitales Stadtporträt der Stadt am Main entstehen. An zwei Tagen wurde das Augenmerk besonders auf die Kultureinrichtungen Frankfurts gelegt.

Ein Gespräch mit Dirk Hensen, Head of Communications & Public Affairs bei Twitter Deutschland

Herr Hensen, welches Fazit ziehen sie aus der #meinfrankfurt-Aktion?
Wir sind sehr zufrieden, dass #meinfrankfurt von der Stadt und den Bürgern Frankfurts so gut angenommen wurde und sich schnell verselbständigt hat. Aus unserer Sicht hat die #meinfrankfurt-Aktion das lokale Potential von Twitter aufgezeigt und sicherlich werden andere Städte dem Frankfurter Beispiel folgen.

Mit Ihrer Unterstützung, oder glauben Sie, dass nun andere Städte selbständig aktiv werden?
Es macht natürlich Sinn, dass andere Städte ähnliche Aktionen auch selbständig angehen.

Was war die Motivation von Twitter, diese Aktion zu initiieren?
Ziel der #meinfrankfurt-Aktion war es zu zeigen, wie vielfältig Twitter eingesetzt werden kann, gerade auch im regionalen bzw. städtischen Bereich.

Weshalb ausgerechnet Frankfurt?
Wir haben uns für Frankfurt entschieden, weil die Stadt in verschiedenen Bereichen wie z. B. im Kultur- und Sportbereich viel zu bieten hat. Zudem ist die Stadt Frankfurt bereits gut auf Twitter vertreten.

Innerhalb von drei Wochen gab es drei Aktionen wie das Twittern von der Hauptversammlung der Deutschen Börse, #jobffm und #kulturffm. Wie ist #kulturffm im Vergleich zu den beiden anderen Aktionen angenommen worden?
Alle Aktionen sind aus unserer Sicht gut angenommen worden. Da es sehr unterschiedliche Themen waren, ist ein direkter Vergleich schwierig. Mein Eindruck ist, dass #kulturffm besonders gut gelaufen ist, auch aufgrund der Tatsache, dass die Frankfurter Kulturszene ohnehin schon stark bei Twitter aufgestellt ist. Innerhalb kürzester Zeit wurden sehr schöne Aktionen auf die Beine gestellt. Sie haben ja auch in kurzer Zeit eine tolle Idee gehabt und umgesetzt. (Anm.: Gemeint ist das Twittern über eine Probe des hr-Sinfonieorchesters).

Zudem wurde #kulturffm auch außerhalb von Frankfurt gut wahrgenommen: Es gab Reaktionen aus anderen Städten oder bei der Musik-Aktion aus anderen Orchestern. Hier zeigt sich in jedem Fall großes Potential und es wird deutlich, dass man mit solchen Aktionen den lokalen und regionalen Bereich abdecken und auch deutschlandweit Resonanz bekommen kann.

Ist durch die Aktion ein buntes und breitgefächertes Bild von Frankfurt entstanden? Hat man ein anderes Bild von Frankfurt?
Ich finde es ist ein sehr buntes und spannendes Bild von Frankfurt entstanden. Viele Twitternutzer wurden auch kreativ, wie z. B. @Stadtkindffm, der eine Karte mit Frankfurter Twitternutzern zusammengestellt hat. Dies war eine gute Ergänzung zu unserer Twitterkarte.

Wie hält man #meinfrankfurt nun am Laufen? Und was kann man tun, damit gerade #kulturffm am Leben bleibt? Sollten die Kultureinrichtungen nicht ein Interesse daran haben, den Hashtag weiterzubenutzen?
Der Hashtag #meinfrankfurt wird weiterhin verwendet, das ist schön. Die Frankfurter Kulturszene hat viel zu bieten und der Hashtag #kulturffm bietet die Möglichkeit die verschiedenen Angebote im Kulturbereich zu bündeln. Damit sich der Hashtag #kulturffm etabliert, muss sich allerdings eine gewisse Eigendynamik entwickeln und der Hashtag von Kultureinrichtungen und kulturinteressierten Nutzern regelmäßig verwendet werden.

Werden weitere Städte folgen? Gibt es schon etwas Konkretes?
Wir haben mehrere Anfragen von Städten bekommen, die interessiert an einer Zusammenarbeit sind. Ich bin mir sicher, dass es ähnliche Aktionen geben wird und andere Städte dem Frankfurter Beispiel folgen werden.

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