Archive for the ‘Web 2.0’ Category

Verdammt zur Brotlosigkeit? Künstler und Social Media

Sonntag, September 20th, 2009

Unter dem Titel Net Powered Artist - brotlose Kunst im Internet? hat VioWorld eine Blogparade initiiert. Es soll der Frage nachgegangen werden,

„wie Künstler (Musiker, Bildende Künstler, Autoren, etc…) das Internet für Ihre Präsentation und Vermarktung nutzen können. Im Raum steht die provokante Behauptung, dass Kunst im Netz zwar neue und spannende Erscheinungsformen - wie z.B. den Mashup - hervorbringt, aber letztenendes zur “Brotlosigkeit” verdammt ist. [...]“

Heimliches Ziel der Blogparade sei es, diese These anhand aktueller Beispiele zu widerlegen.

Ich finde gar nicht, dass die neuen Kommunikationsformen für die Künstler zur Brotlosigkeit verdammt sein müssen. Die Frage ist nur, was sie damit erreichen wollen. Der Vorteil für die Künstler liegt in erster Linie darin, Aufmerksamkeit zu generieren. Dass sich erhöhte Aufmerksamkeit langfristig gesehen auch in bare Münze auszahlt, davon bin ich überzeugt. Ich denke nicht, dass Künstler durch ihre Social-Media-Aktivitäten ihre Kunst verkaufen können, sondern dass der Dialog mit den “Onlinern” dazu führt, dass ihre Ausstellungen, Konzerte, Theateraufführung etc. besucht werden. Denn damit Kunst gekauft wird, bedarf es haptischer, visueller oder auditiver Eindrücke - bei mir zumindest. Musik oder Kunst kaufe ich nicht ohne es vorab erlebt zu haben. Wenn durch die Social Media Aktivitäten mehr Leute in eine Veranstaltung kommen, haben sich die Aktivitäten doch schon gelohnt. Denn wenn Konzerte, Ausstellungen etc. immer gut besucht sind, werden auch andere Veranstalter auf die Künstler aufmerksam und werden ihnen Auftrittsmöglichkeiten geben und ein Engagement ist immer bare Münze - es muss ja nicht immer gleich der CD-Verkauf sein.

Schwierigkeiten sehe ich eher in der Umsetzung der Social-Media-Aktivitäten. Für Kultureinrichtungen wie die auf VioWorld genannten Beispiele Duisburger Philharmoniker oder die Kronberg Academy ist es einfacher zu bewerkstelligen als für einen Künstler - zumal wenn sie sich noch am Anfang ihrer Karriere stehen. Kultureinrichtungen haben in der Regel eine Marketing- und PR-Abteilung die diese Aufgabe übernehmen. Künstler, die den großen Durchbruch bereits geschafft haben, können ebenfalls auf ihr Management zurückgreifen. Ein Daniel Hope lässt seine Facebook-Fan-Seite sicherlich vom Management betreuen und Hilary Hahn lässt ihr Management in Form ihres Geigenkoffers twittern - zugegebenermaßen eine sehr charmante Idee, auch wenn sie selbst keinem Menschen folgt. Junge Künstler, die am Anfang ihrer Karriere stehen müssen diese Aufgabe selbst übernehmen und da fehlt ihnen meist die Zeit.

Wenn ich junge Musiker auf twittern und bloggen anspreche, bekomme ich häufig zur Antwort, sie würden lieber üben statt zu twittern. Wohingegen Konzerthinweisen auf Facebook - sozusagen im privaten Raum - häufig vorzufinden sind. Nur von wenigen Ausnahmen abgesehen, sind sie auch immer offen, einen Beitrag fürs Blog der Kronberg Academy zu schreiben, sich interviewen zu lassen oder beim KAtalk teilzunehmen. Nur für sich selbst sehen sie diese Notwendigkeit (noch) nicht.

Auch wenn junge Musiker sich erst ganz langsam an das Thema heranwagen, sehe großes Potential. Betrachtet man die Zunahme an Twitter-Accounts und Facebook-Fan-Seiten von Künstlern und Kultureinrichtungen in den vergangenen Monaten, so sehe ich meine These bestätigt.

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Interview über die Social-Media-Strategie der Kronberg Academy

Freitag, Mai 29th, 2009

Frank Tentler, Projektleiter des Web-Teams der Duisburger Philharmoniker und Mitorganisator der stART.09 hat mich kürzlich zu den Social-Media-Aktivitäten der Kronberg Academy, die ich koordiniere und für die ich verantwortlich bin, befragt.

Interview über die Social-Media-Aktivitäten der Kronberg Academy from Ulrike Schmid on Vimeo.

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stART.hilfe ¦ Klassik-Konzert hören - Kultur-Web-Projekt unterstützen

Dienstag, Mai 26th, 2009

Die Duisburger Philharmoniker machen mit einem weiteren web@classic-Event von sich reden. Dieses Mal bedanken sie sich bei ihren Klassik-Fans mit Karten zu beiden Aufführungen von „Ring ohne Worte”, die zu einem Sonderpreis von 5 Euro abgegeben werden. Der Erlös aus diesem Kartenverkauf wird als

„stART.hilfe einem Kunst-/Kultur-Web-Projekt zugute kommen!”

Mehrere Tage lang konnten Vorschläge eingereicht werden - jetzt stehen die Nominierten fest und bis zum 2. Juni, 12.00 Uhr kann jeder im Web abstimmen, welches Projekt die Unterstützung erhalten soll.

Die Duisburger Philharmoniker arbeiten dabei, wie auch beim letzten WEB@CLASSIC, mit UPLOAD, dem Magazin für digitales Publizieren sowie der stARTconference, die im September in der Duisburger Mercatorhalle die stART.09 - die erste Konferenz zum Thema “Kunst/Kultur und Web 2.0″ - veranstalten wird, zusammen.

Hier erfahren Sie, wer es auf die Shortlist geschafft hat und können auch direkt abstimmen. Zu Kartenbestellung geht es hier entlang.

PS Die Konzerte finden am Mittwoch und Donnerstag,  27. und 28. Mai 2009 in der Duisburger Mercatorhalle statt.

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Web@Classic ¦ Duisburger Philharmoniker laden Blogger ein

Montag, April 20th, 2009

Die Duisburger Philharmoniker waren ja schon für manche Überraschung gut.  Jetzt laden die Philharmoniker und Upload - das Magazin für digitales Publizieren - Musikfreunde aus dem Netz zu einem Konzert des WDR Sinfonieorchester unter der Leitung von Thomas Hengelbrock in die Duisburger Mercatorhalle ein.

Unter die Rubrik „webfreundlichstes” Orchester gehört sicherlich, dass nicht nur alle Blogger, sondern auch alle anderen Musikafine Netzbewohner ein kostenloses Ticket für das Konzert erhalten.

Die Daten:

Termin: Samstag, 25. April, 20.00 Uhr
Veranstatlungsort: Mercatorhalle Duisburg im CityPalais
Mitwirkende: WDR Sinfonieorchester Köln, Alina Pogostkina (Violine), Thomas Hengelbrock (Leitung)

Auf dem Programm stehen:

  • Joseph Haydn: Sinfonie C-Dur Hob. I:60 “Il Distratto”
  • Sergej Prokofjew: Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 19
  • Béla Bartók: Konzert für Orchester

Nach dem Konzert soll’s die Möglichkeit geben, direkt mit den Musikern ins Gespräch zu kommen. Wer ein Ticket fürs Konzerte möchte, schreibe eine Mail mit dem Betreff “web@classic” an konzert@upload-magazin.de. Bitte Name angeben und ob eine oder zwei Karten benötigt werden. Die Karten liegen dann an der Abendkasse bereit.

Mich freut, dass ausgerechnet der von meinem Gastautor Christian Kabitz hier schon häufig erwähnte Thomas Hengelbrock das Konzert dirigieren wird und ich ihn dann endlich mal live erleben werde.

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30 Seconds at MoMA

Dienstag, März 31st, 2009

Das New Yorker Museum of Modern Art präsentiert sich im neuen Look im Netz und ist  interaktiv geworden.  In der Sektion “Social Bar” können die Besucher  ihre Favoriten aus dem Bestand der digitalisierten Sammlung herunterladen, im Blog “MoMA-Voices” gibt es Künstlervideos zu sehen, die Kuratoren und Museumsmitarbeiter vorstellen, ferner gibt es einen Kalender mit Suchfunktion und natürlich fehlt auch der Verweis auf verschiedenen Online Communities nicht.  Besonders gut gefallen haben mir in dem Zusammenhang die als Serie angelegten Videos  “30 Seconds”. 30 Sekunden haben Freunde und Mitarbeiter des Museum Zeit, von ihren Eindrücken oder Ideen rund ums Museum zu berichten.  Und dabei kommen ganz spannende Geschichten zutage …

Und hier geht’s zur neu gestalteten MoMA-Homepage

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Online-Marketing - Meine Meinung

Donnerstag, Februar 12th, 2009

Karin Janner, freie Marketingberaterin mit Schwerpunkt Kulturmarketing, befragt regelmäßig Experten zum Thema “Online-Marketing im Kulturbereich”.  Diese Woche stand ich ihr Rede und Antwort. Das Interview hat sie auf ihrem Kulturmarketing-Blog veröffentlicht.

Die Lektüre diese Blogs kann ich jedem, der im Kulturbetrieb tätig ist, nur  wärmstens empfehlen. Es war mit eines der ersten Blogs, die ich gelesen habe.

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