Archive for the ‘NPO-Blogparade’ Category

NPO-Blogparade geht in die 8. Runde

Dienstag, Mai 19th, 2009

Derzeit läuft die achte Runde der NPO-Blogparade. Wer sich als Gastgeber daran beteiligt und wie jeder einzelne sich beteiligen kann, habe ich bereits in diesem Beitrag beschrieben. In der aktuellen Runde stellt nun  Hannes Jähnert auf seinem Blog “Die wunderbare Welt” die Frage

„wie  mehr Menschen zur (politischen) Teilhabe über das Internet bewegt werden können.”

Denn noch immer bedienen sich Politikerinnen und Politiker zu wenig der Vernetzungsmöglichkeiten, die das Social Web bietet. Liegt es nur an der mangelnden Zeit oder eher daran, dass in kleineren Städten und Kommunen wenig Menschen das Internet geschweige denn das Social Web nutzen? Reicht es, wenn Politikerinnen und Politiker im Social Web mitmischen, sich präsentieren und Zugänge zu politischer Partizipation schaffen oder sollten politische Partizipationsmöglichkeiten speziell beworben werden.

Sein Beitrag kann hier gelesen werden und bis 6. Juni nimmt er Kommentare oder Beiträge entgegen.

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NPO-Blogparade ¦Zusammenfassung der 6. Runde

Dienstag, April 14th, 2009

NPO-Blogparade

Als ich Mitte März im Rahmen der NPO-Blogparade gefragt habe „Warum werden Bewegtbilder bei NPOs so wenig genutzt” hatte ich damit auch die Kultureinrichtungen miteinbezogen. Ich war überrascht ob der vielen Kommentare und Blogbeiträge, die v.a. die klassischen NPOs im Blick hatten und weniger die Kultureinrichtungen. Einzig ein Beitrag bezog sich auf den (Nicht-)Einsatz audiovisuellen Contents bei Kultureinrichtungen.

Zur Auswertung:

Hannes Jähnert vom Blog die Wunderbare Welt sieht als Ursache für den seltenen Einsatz von Bewegtbildern die fehlende

„Medienkompetenz, die sie im Zuge der weit verbreiteten Skepsis gegenüber “neuer” und ganz speziell “ganz neuer” Medien (gemeint ist das Social Web) seitens der Organisationsleitung auch nicht auf- oder ausbauen können.”

Um dies zu ändern sieht er

„Für soziale Organisationen das Implizieren eines Freiwilligenmanagements, das für eben solche Aufgaben Volunteers sucht, als sinnvoll an.”

Herbert Schmidt vom Blog wueDesign listet mehrere Gründer auf:

„Der Nutzen wurde bisher noch nicht so richtig erkannt. Das notwendige Wissen und Können um Software und Hardware ist nicht vorhanden. Und überhaupt, wie geht man vor, um einen interessanten Film zu machen. Die Zwickmühle: Profis (und entsprechende Kosten) vs. Marke Eigenbau (mit den entsprechenden Qualitätsproblemen). Ein kleines Team, auch wenn noch wenig Know-how vorhanden ist, scheint mir wesentlich besser zu sein, als ein einziger Macher.”

Günther Bressau vom Blog bresgun konstatiert, dass große NPOs wie etwa Amnesty Deutschland oder Greenpeace auf YouTube längst ihre eigenen Kanäle führten, über die sie ihre entsprechend Kampagnen bewerben und Teil einer Gesamtstrategie seien.

„NPOs [...] müssen eine Strategie entwickeln, mit der sie im Internet präsent sein wollen. Wenn es in Richtung Online-Marketing gehen soll, dann ist sicher eine andere Strategie bestimmend, als wenn es in Richtung einer stärkeren Beteiligung von Nutzern, Stakeholdern oder anderen Interessensgruppen gehen soll, wie es beim Web 2.0 der Fall ist.” Er hält „Transparenz als Grundhaltung für beeindruckend und wegweisend.”

Gerald Czech vom Blog Rredcross Sociologist sieht eher schon ein zuviel an Video-Content, denn zu wenig und er sieht den Einsatz durchaus kritisch.

„wenn ich mich für den Einsatz eines Tools entscheiden müsste, würde ich mich „auf jeden Fall für gute Fotographie entscheiden und zu ungunsten von Videos, weil der Mehraufwand in jedem Falle nicht mit dem erhöhten Nutzen im Einklang steht.”

Seiner Meinung nach verursachen Videos einen

„höheren Aufwand, sowohl was die benötigten Zeitressourcen angeht, als auch hinsichtlich ihrer technischen Voraussetzungen” und würden „auch meist nicht dem Ressourcenverbrauch adäquate Verbesserungen in der Kommunikation [bringen]. Außerdem sei die Einbindung in die Homepages wesentlich schwieriger als dies bei Fotos der Fall sei.”

Brigitte Reiser von npo_vernetz konstatiert, dass es mit professionell erstellten Videos kein inhaltliches Problem, sondern lediglich ein finanzielles gäbe. Ihrer Meinung nach könnten Ehrenamtlicher da Abhilfe schaffen, indem Videos produziert werden,

„die von den Stakeholdern einer Organisation gemacht und anschließend auf die Webseite der Organisation gestellt werden (nicht auf eine gesonderte Plattform).”

Petra Dilthey verweist im Umgang mit Bewegtbildern auf ihre praktischen Erfahrungen u. a. von Care & Share Deutschland e.V. die ihre Projekte und ihre Arbeit durch Videos zu präsentieren und festgestellt haben, dass

„ Zum Einen setzen sich die Unterstützer intensiver mit der Arbeit und der Wirkung der NGO auseinander, zum Anderen begreifen sie die Videos als direkte Hilfe für die Spendensammlung.”

Uli Schwarz von einer Videoproduktionsfirma, die Videos für NPOs produziert, ist

„der Überzeugung, dass man Bewegtbilder als Teil einer lebendigen Kommunikation zwischen den Akteuren, in meinem Fall zwischen den Spendern, der NGO/NPO und den „Empfängern” [ansehen sollte].

Christian Henner-Fehrs (Kulturmanagement-Blog) Beitrag ist der einzige, der sich mit dem Einsatz von Bewegtbildern bei Kultureinrichtungen befasst und nennt als Gründe für den seltenen Einsatz, die häufig fehlende

„[...] Einsicht, dass sich unser Medienverhalten [...] in den letzten Jahren stark verändert hat. [...]“

und dass man für die Videoproduktion

„eine entsprechende technische Ausstattung und das Wissen, wie man solche Videos gestaltet” [braucht].

Und viele Kultureinrichtungen verfügen letztendlich

„[...] nicht über die entsprechenden Mittel, um sich eine solche Präsenz im Internet aufzubauen.”

Mein Fazit: Bei NPOs, und hier v.a. bei den großen und weltweit bekannten, sind Bewegtbilder längst ein Teil ihrer Kommunikation. Bei Kultureinrichtungen hingegen herrscht noch Nachholbedarf. ”Dass Bewegtbild-Anwendungen häufig (und zunehmend) lediglich auf die Produktion einzelner Videos reduziert werden und wenig sinnvoll medial eingebunden werden,” (Matthias Röder) ist gerade, wenn man sich die im November erschienene Bewegtbildstudie 2008 ansieht, eine vertane Chance. Dass Online-Medien durchaus an Bewegtbildern interessiert sind und sie übernehmen, zeigen die Beispiele des Städel Museums auf der Internetseite von  hr-online oder des Kunstmagazins art.

Die 7. Runde der NPO-Blogparade wird vom Blog bresgun gehostet und wird sich mit der Frage “Gibt es eine eigene Web 2.0-Marketingstrategie für Nonprofit-Organisationen?” befassen.

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NPO Blogparade: Anmerkungen zum Online-Fundraising

Freitag, Januar 30th, 2009

In der aktuellen NPO-Blogparade hat Christian Henner-Fehr auf seinem Kulturmanagement Blog die Frage aufgeworfen

Was können oder müssen wir als NPO tun, um das Online-Fundraising bei uns voranzutreiben?”

Meiner Meinung nach muss als erster Schritt das Thema Web 2.0 und Social Networks noch stärker ins Bewusstsein sowohl der Fundraiser als auch der „potentiellen Geldgeber” gerückt werden und eine Akzeptanz über deren Möglichkeiten erreicht werden. Und da bedarf es offline noch vieler Gespräche und teils Überzeugungsarbeit.

In Gesprächen mit Fundraisern oder Leuten, die sich intensiv dafür einsetzen, Gelder und Spenden für Projekte und Institutionen einzuwerben hat sich für mich heraus kristallisiert, dass sie sich selbst kaum mit den neuen Medien und den neuen Kommunikationsmöglichkeiten auseinandergesetzt haben, ihnen teilweise sogar sehr ablehnend gegenüberstehen. Schaut man sich die Interviews an, die Karin Janner auf ihrem Blog Kulturmarketing geführt hat, wird einem schnell klar, dass diesbezüglich - mit wenigen Ausnahmen - großer Nachholbedarf besteht.

Meiner Meinung nach hat es Online-Fundraising aus zwei Gründen schwer

1. Fehlendes Wissen um die Möglichkeiten von Web 2.0 und Social Networks

Die Fundraiser sind selbst noch nicht mit den Möglichkeiten, die ihnen Web 2.0 und Social Networks vertraut. Ergo setzen sie es auch nicht fürs Online-Fundraising ein. Gleichzeitig ist ihre Zielgruppe dort ebenso wenig zuhause. Das Internet nutzen sie lediglich, um zu recherchieren.

2. Persönliche Beziehung sind eine Grundvoraussetzung

Bei der Summe welche die Fundraiser einwerben, setzen die mir bekannten bevorzugt auf persönliche Gespräche und persönliche Beziehungen. Man kennt sich, man trifft sich bei diversen Veranstaltungen und Abendessen, wird zu sozialen Zirkeln eingeladen, um sein Projekt vorzustellen, spricht in entspannter Atmosphäre über Projekte und Engagements, oder kennt jemanden, der als Türöffner fungiert. Es herrscht ein sehr persönliches Netzwerk, das gepflegt wird.

Der persönliche Kontakt und die Mund-zu-Mund-Propaganda sind ein nicht zu unterschätzender Aspekt zum Einwerben von Spenden. Welcher Institution spende ich? Na der, deren Veranstaltungen mir am besten gefallen und dessen Team mich auch am meisten begeistert. Nimmt mich eine Institution als „Spender” ernst und schätzt meine Unterstützung werde ich dies sicherlich weiterhin tun.

Meine Schlussfolgerung

Da das Spenden äußerst emotional motiviert ist und weil „Menschen Geld für Menschen geben und nicht für Dinge” muss Online-Fundraising „offline” beginnen. Nur wenn in der realen Welt eine Beziehung aufgebaut wurde, kann diese Beziehung auch in Online-Netzwerken gepflegt werden und ein Austausch stattfinden. Erst wenn Online-Marketing in der „Breite” der Bevölkerung angekommen ist, hat Online-Fundraising eine reale Chance. Das heißt, es muss per se noch viel “Überzeugungsarbeit” geleistet werden. Die NPOs müssen zunächst  mittels ihrer Web 2.0-Aktivitäten von sich Reden machen, ehe überhaupt an Online-Fundraising zu denken ist.

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NPO-Blogparade geht in die vierte Runde

Donnerstag, Januar 22nd, 2009

Derzeit läuft die vierte Runde der, von Brigitte Reiser initiierten, NPO-Blogparade. Wer sich als Gastgeber daran beteiligt und wie jeder einzelne sich beteiligen kann, habe ich bereits in diesem Beitrag beschrieben. In der aktuellen Runde stellt nun Christian Henner-Fehr auf seinem Blog die Frage

„Was können oder müssen wir als NPO tun, um das Online-Fundraising bei uns voranzutreiben?”

Sein kompletter Beitrag kann hier gelesen werden und Christian Henner-Fehr nimmt bis 7. Februar auf seinem Blog gerne viele Tipps und Beispiele aus der Praxis entgegen.

Die wichtigsten Informationen zu dieser NPO-Blogparade wurden hier zusammengefasst.

Da ich bisher mit Fundraising kaum in Berührung kam, kann ich mein Blog nur als Plattform anbieten, die Frage weiter zu reichen. Aus sicherer Quelle weiß ich allerdings, dass sich unter meinen Lesern auch Fundraiser befinden und setze deshalb auf sie … ;-)

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