Archive for the ‘Ausstellung’ Category
Meeting Nedko Solakov im Ausstellungsgebäude der Mathildenhöhe
Donnerstag, September 3rd, 2009Mein Ausstellungstipp dieser Woche gilt der Mathildenhöhe Darmstadt. Eigentlich sollte “Emotions (without masks)” die dritte Station der Ausstellungstournee werden, die die gemeinsam mit dem Kunstmuseum Bonn und dem Kunstmuseum St. Gallen geplant und organisiert hat. Entstanden ist jetzt eine komplett neue Totalinstallation von Nedko Solakov: Die “Emotions”-Werke sind - mit wenigen Ausnahmen - in den Kisten verblieben und werden Teil der Gesamtinszenierung. Stattdessen erblicken ganz neue, bisher nicht gesehene „Emotions” das Licht der Welt und ergreifen Besitz von den “Hinterlassenschaften” (Löcher in und Gebrauchsspuren an den Wänden, Nägel, Vitrinen etc.) der vorhergehenden Ausstellung „Masken. Metamorphosen des Gesichts”. Entstanden ist dadurch eine faszinierende und ganz einzigartige Arbeit..
Noch bis 1. November zu sehen.
Meeting Museum Küppersmühle
Freitag, August 14th, 2009Prädikat sehenswert und Ausstellungstipp dieser Woche: Museum Küppersmühle für moderne Kunst - auch wenn der Titel etwas sperrig klingt.
Hingegangen bin ich wegen der Sonderausstellung, die Arbeiten

Familie am Meer, 1964, Slg. Stroeher

Installationsansicht MKM, Anselm Kiefer, Foto: A.L. Thomas
Die Vergleichsmöglichkeiten der individuellen künstlerischen Produktion sind außergewöhnlich, da das MKM von vielen Künstlern unterschiedliche Werke aus verschiedenen Schaffensjahrzehnten präsentiert. Etwa von Georg Baselitz. Wem sich dann noch für Arbeiten von Stephan Balkenhol, Hanne Darboven, K.O. Götz, Candida Höfer, Gerhard Hoehme, Jörg Immendorff, Anselm Kiefer, Imi Knoebel, Markus Lüpertz, Reinhard Mucha, A.R. Penck, Sigmar Polke, Bernard Schultze, Fred Thieler, Rosemarie Trockel u.v.a interesssiert, kommt im MKM auf seine Kosten.
Meeting Kunsthaus Bregenz
Donnerstag, August 6th, 2009Meine Ausstellungsempfehlung gilt diese Woche dem Kunsthaus Bregenz, das derzeit vier Installationen von Antony Gormley zeigt, einem der einflussreichsten zeitgenössischen Bildhauern Großbritanniens, wenn es um die Auseinandersetzung mit dem Schauplatz des menschlichen Körpers geht.
Tief beeindruckt haben mich vor allem die Installationen im 1. und 2. Obergeschoß. Völlig unerwartet sah ich mich einer raumfüllenden Installation gegenüber. Als Ganzes betrachtet überraschte sie mich zunächst, dann machte sie neugierig und “schrie” förmlich danach, sie zu begehen und sie im wahrsten Sinne des Wortes zu erleben und zu begreifen.

Antony Gormley, ALLOTMENT II, 1996, Beton, Ausstellungsansicht 1. OG, Kunsthaus Bregenz Foto: Markus Tretter © Antony Gormley, Kunsthaus Bregenz
Allotment II (von 1996) heißt die erste Arbeit und besteht aus 300 Betonstelen, wovon jede für einen Bewohner Malmös, die in eigens dafür vermessen wurden, stehen. Durch die unterschiedlichen Größen und Höhen, dem geometrischen Raster und der Anordnung der Blöcke in Straßen und Plätze ergibt sich ein Labyrinth in dem man sich verlieren und auch wiederfinden kann, die Nähe und Distanz abbildet. Einige Elemente sind dicht zusammen gruppiert, andere wiederum in größeren Abständen zueinander aufgestellt. Indem ich mir als Besucherin meinen Weg durch die Komposition bahne und mich mit einzelnen Teilen individuell auseinandersetzen wird die eigene Körpergröße wird an den Abwesenden messbar.

CLEARING V, 2009, 16-swg-Aluminiumrohr, Ausstellungsansicht 2. OG, Kunsthaus Bregenz Foto: Markus Tretter © Antony Gormley, Kunsthaus Bregenz
Clearing V (2009) ist die zweite Arbeit und besteht aus einer zwölf Kilometer langen unbearbeiteten Aluminiumstange, die in Bögen vom Fußboden zur Decke und von Wand zur Wand gespannt ist, sodass eine dreidimensionale Zeichnung im Raum entsteht. Auch hier werden die Besucher motiviert das Werk nicht nur zu begehen und zu durchschreiten, es darf berührt(!) und damit einhergehend zum Schwingen gebracht werden. Die Besucher werden dadurch integraler Bestandteil des Kunstwerks. Meine Fotos dazu auf Flickr
Sollten Sie sich nicht entgehen lassen - ein wirkliches Erlebnis.
PS Während der Festspielzeit hat das KUB bis 20.00 Uhr geöffnet. Finde ich eine super Neuerung! Von einem Kunstgenuss zum nächsten …




