Ausstellungstipp ¦ Buchillustrationen für Groß und Klein
Freitag, November 26th, 2010
Fabelhaft, sagenhaft, märchenhaft, so kann man die siebte Auflage der Ausstellung „Im Reich der Phantasie” bezeichnen. Reineke Fuchs, Gudrun das Truthuhn, der Dackel Franz, der seinen Schwanz sucht und Oskar der Geburtstagshund sind nur einige der skurillen Gestalten aus anspruchsvoll bebilderten Büchern, die in den Mindelheimer Museen zu sehen.
Bei dieser internationalen Ausstellung werden Original-Illustrationen namhafter Künstlerinnen und Künstler gezeigt. Diese renommierte und in ihrer Art wohl einmalige Ausstellungsreihe verfolgt das Ziel, der künstlerischen Buchillustration der Gegenwart ein angemessenes Forum zu eröffnen. Die Fülle der ausgestellten Arbeiten unterstreicht die ungebrochene Vitalität der Buchkunst und macht deutlich, wie anspruchsvolle Bilder den zu Grunde liegenden Text erhellen. Die Ausstellung ist so konzipiert, dass am Beispiel der Original-Illustrationen die verschiedensten grafischen Techniken - angefangen von der Bleistift- oder Tuschezeichnung über das Aquarell, die Acryl- oder Temperamalerei, collagierten und montierten Arbeiten bis hin zu Digitalprints - studiert werden können. Ein prägnantes Beispiel einer durchwegs am Computer ausgeführten Illustrationsarbeit liefert Peter Schössow mit seinem außergewöhnlichen Buch „Gehört das so?”.
Die Ausstellung ist ab Sonntag, dem 28. November, bis einschließlich 20. Februar 2011 in der Ausstellungshalle im Jesuitenkolleg zu sehen. Weitere Informationen gibt es hier.


Entstanden sind eindrucksvolle Momentaufnahmen eines fortschreitenden Prozesses: Bilder voller Nähe, Zärtlichkeit und manchmal auch voller Erstaunen. Zusammen mit dem von ihr verfassten Buch wurde daraus ein beeindruckendes Porträt eines Alzheimer-Kranken. - aus der Sicht einer Angehörigen. Judith Fox gibt der Krankheit ein Gesicht und möchte so das Gefühl der Isolation bei den pflegenden Angehörigen lindern und der Stigmatisierung der Krankheit entgegenwirken.
Der Fotografin geht es vor allem darum, mit den Bildern aus ihrem ganz privaten Umfeld, Einblicke zu geben, was die Diagnose Alzheimer für den Einzelnen und seine Angehörigen bedeuten kann. „Es gibt viele falsche Ansichten zu der Krankheit - manchmal auch bei den Betroffenen selbst”, sagt sie. So habe auch ihr Ehemann einige Jahre lang nicht gewollt, dass die Menschen von seiner Alzheimer-Erkrankung erfuhren. Er wollte mit Respekt behandelt werden, hatte Angst, die Leute dächten, er sei verrückt. Für Fox wäre aber gerade ein offenerer, transparenterer Umgang mit Alzheimer wichtig.



