Archive for the ‘stARTconference’ Category

Noch jemand ohne Ticket für die stART.10?

Dienstag, August 17th, 2010

start10

Nur noch wenige Wochen, dann ist es endlich soweit. Am 9. und 10.September findet die zweite stARTconference, die stART.10 in Duisburg statt.

Über die Schwerpunktthemen hatte ich bereits berichtet. Ich werde dort meine Studie vorstellen. Unter all meinen Lesern, die noch „ohne Ticket” sind, verlose ich meine zweite Freikarte im Wert von 430 Euro (regulärer Preis).

Alles was Sie tun müssen, ist folgende Frage beantworten.

An wen richtet sich die Pre-Conference, die am 8. September 2010 stattfindet, und wie heißt sie?

Schreiben Sie die Antwort als Kommentar unter diesen Beitrag. Unter allen, die bis Freitag, 20.August.2010, 18.00 Uhr hier kommentiert und richtig geantwortet haben, wird die Freikarte verlost. Die Gewinnerin/den Gewinner gebe ich dann nächste Woche hier im Blog bekannt.

Bitte machen Sie nur mit,

  • wenn Sie sich sicher sind, dass Sie an beiden Tagen Zeit haben und auch wirklich kommen werden.
  • wenn Sie einverstanden sind, dass Ihr Name hier im Blog bekanntgegeben werden darf.

Alle über das Ticket hinausgehenden Kosten wie Anfahrt oder Übernachtung tragen Sie selbst. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

stARTconference und mein persönlicher stART.10-Stundenplan

Montag, August 2nd, 2010

Nach dem erfolgreichen Auftakt im vergangenen Jahr (ich hatte mehrfach darüber berichtet; etwa hier und hier) findet in Bälde die zweite stARTconference - die stART.10 - am 9. und 10. September in Duisburg statt.

Nachdem im vergangenen Jahr die Social-Media-Grundlagen gelegt wurden, befasst sich die stART.10 schwerpunktmäßig mit den Themen „Mobile Web” und „Geschäftsmodelle im Internet.
stART10-Stundenplan

An zwei Tagen werde ich die Qual der Wahl haben, denn ich „muss” mich entscheiden, an welchen der 50 Vorträge, Workshops, Best-Practice-Präsentationen und Podiumsdiskussionen ich teilnehmen werde. Die Referentenliste ins erneut international besetzt. Die RednerInnen kommen sowohl aus dem Bereich Kultur als auch Social Media.

Als begeisterte foursquare-Userin und Gelegenheits-Geocacher freu ich mich ganz besonders auf den Vortrag von Norbert Hayduk zu Ortsbasierten sozialen Netzwerken und deren Nutzen für Kultureinrichtungen.

Auf meinem ganz persönlichen Stundenplan für die zwei Tage stehen außerdem:

  • Julia Schromm/Johannes Völlenklee, Mobiles Web und Tagging mit Zooners
  • Marc van Bree, A Framework for Social Media Strategy
  • Hannes Jähnert, Micro-Volunteering
  • Mike Ellis, Mobile culture - the next frontier
  • Holger Simon, Mediennutzung über das mobile Web als Chance für die Kunst und Kulturvermittlung
  • Dr. Kerstin Hoffmann, Was kostet das? Was bringt das ein? Budgets und ROI, Monitoring und Kennzahlen im Social Web
  • Markus Kucborski, Warum das mobile Internet Social Media verändern wird
  • Shelley Bernstein, Building an Online Community at the Brooklyn Museum
  • Mirko Lange, Social Media - zurück in die Zukunft.

Und dann werden ich natürlich noch an der Session „Kultur und Web 2.0 im Blick der Wissenschaft: Erkenntnisse aus aktuellen Studien” teilnehmen. Denn da werde ich meine Studie Museen und Orchester im Social Web kurz vorstellen und gemeinsam mit Julian Stolte sowie Bettina Minder und Axel Vogelsang, die ebenfalls Studien durchgeführt haben, diskutieren. Moderiert wird die Podiumsdiskussion vom Co-Organisator der stART10 Christian Holst.

Aber damit noch nicht genug: Bereits am 8. September findet eine Pre-Conference statt, die den Titel stARTmuseum10 trägt und sich ausschließlich an Museen richtet.

Es werden spannende Tage in Duisburg! - Ich freu mich drauf!

Also wer noch kein Ticket hat - hier im Amiando-Ticketshop der stARTconference könnt Ihr/können Sie ein Ticket erwerben. Mit dem Code ulrikeschmid gibt es 20 % Ermäßigung. Gültig auch bei Gruppentickets.

PS In den nächsten Tagen werde ich auf diesem Blog ein Ticket zur stART.10  an eine VertreterIn einer Kultureinrichtung verlosen.

Geschäftsmodelle im Web 2.0 - Ebook zur Blogparade

Mittwoch, Juni 23rd, 2010

Geschäftsmodelle im Web 2.0 - Blogparade stARTconference + Kulturmanagement Network
Im April hatten die Organisatoren der stARTconference gemeinsam mit dem Kulturmanagement Network zur Blogparade “Geschäftsmodelle im Web 2.0″ aufgerufen.

Und jetzt ist es da - das Ebook zur Blogparade, das 20 Beiträge zu ganz unterschiedlichen Themen und Sichtweisen enthält. So etwa zu “Monitoring und ROI im (Social) Web” (Dr. Kerstin Hoffmann), “Creative Commons” (Norbert Hayduk) oder zu “Allianzen für Kultur-Communitys” (Christian Holst).

„Wir sind interessanter als wir glauben“ ¦ Museen und Orchester im Social Web

Freitag, Mai 7th, 2010
Diese Social-Media-Portale sind bei Museen und Orchester beliebt

Meistgenutzten Social-Media-Portale der Museen und Orchester

Mein Beitrag zur Blogparade “Geschäftsmodelle im Web 2.0″ der stARTconference, handelt von der, von mir derzeit durchgeführten, Studie „Museen und Orchester im Social Web”.

Ausgangspunkt für die Studie
Ausgangspunkt war, dass ich einerseits ein sprunghaftes Ansteigen von Twitter-Accounts und Facebook-Fanseiten von Kultureinrichtungen innerhalb des vergangenen Jahres festgestellt habe, andrerseits aber diese Aktivitäten nirgends umfassend besprochen wurden. Es gab lediglich vereinzelte Hinweise.

Die Zunahme von twitternden und „facebookenden” Museen, Festivals, Theater, Orchester etc. lässt den Schluss nahe, dass sie das Social Web entdeckt haben. Doch ich wollte es genauer wissen, wollte wissen, wie diese Aktivitäten aussehen. Wie viele Kulturinstitutionen sind es tatsächlich, die aktiv das Social Web nutzen? Inwieweit betrachten die sie das Social Web auch als Mitmach-Web? Sind sie weiterhin dem altbekannten „Sender-Empfänger-Modell” verhaftet? Sind es nur die „großen Häuser” oder sehen es auch „kleine Häuser” als attraktiv an, im Social Web präsent zu sein? Diese und andere Fragen werden im Rahmen der Studie beantwortet.

Aufgrund der Fülle von Kultureinrichtungen, die wir in Deutschland haben, musste ich vorab eine Einschränkung treffen. Meine Wahl, die vor allem persönlichen Interessen und Erfahrungen geschuldet ist, fiel auf die beiden Kategorien Museen und Orchester. Zwei Kategorien sollten es sein, um herauszufinden, inwieweit Inhalte unterschiedlich vermittelt und Kanäle „kategoriespezifisch” bevorzugt werden.

Von den rund 6.500 Museen und Ausstellungshäusern sowie 133 Kultur- und Kammerorchestern, die die Deutsche Orchestervereinigung listet, wurden schließlich 92 Museen und 21 Orchester untersucht. So viele waren es, die im Zeitraum Dezember 2009 bis Februar 2010 nach den von mir aufgestellten Kriterien einen oder mehrere Social-Media-Kanäle nutzten bzw. dort präsent waren. Das sind die Plattformen YouTube/Vimeo, Flickr, Facebook, StudiVZ, MySpace und Twitter sowie das Vorhandensein eines Blogs.

Vorgehensweise
Die Studie umfasst neben der Untersuchung der verschiedenen Kanäle und deren Nutzung auch Interviews mit Repräsentanten ausgewählter Orchester (Berliner Philharmoniker und Duisburger Philharmoniker) und Museen (Pinakotheken, NRW-Forum, Museum für Kommunikation Frankfurt sowie Städel Museum/Schirn Kunsthalle). Die Interviews fließen allerdings nicht in die Auswertung der Studie ein, sondern haben ergänzenden Charakter.

Nach einer allgemeinen Untersuchung, welche und wie viele der Kanäle genutzt werden, ging es an die Untersuchung der Kanäle selbst. Herausgekommen ist zunächst, dass Museen und Orchester lediglich ein bis zwei der Social-Media-Kanäle nutzen. Darunter ist Facebook der beliebteste Kanal ist, gefolgt von den Video-Portalen bei den Orchestern und Twitter bei den Museen.

Für jeden Kanal wurden entsprechende Kriterien aufgestellt, nach denen alle Kultureinrichtungen gleichermaßen untersucht wurden. Diese waren einmal ganz faktischer, aber auch inhaltlicher Natur. Am Beispiel YouTube sah das etwa folgendermaßen aus:

Beitrittsdatum
Frequenz des Uploads
Anzahl der Video-Aufrufe
Anzahl der Freunde
Anzahl der Abonnenten
Biografie (Profilbild, Vanity-URL, Kurzbeschreibung der Institution, Webseite etc.)
Kanalaufrufe
Upload-Aufrufe
Web-2.0-Verknüpfung zu anderen Profilen vorhanden; Wie ausgeprägt
Kommentare (Zahl und inhaltlich)
Nutzung der Videos für Medienarbeit
Embedding
Sonstiges (Sprache, Inhalt der Videos)

Die gewonnenen Erkenntnisse flossen dann in die Gesamtbewertung der Nutzung des YouTube-Kanals ein. In den Blogbeiträgen wurde nicht dezidiert auf einzelne Kriterien eingegangen, sondern eine allgemeine Beschreibung und Bewertung, mit Nennung von Positiv-Beispielen, gegeben.

Ziel der Studie
Ziel der Studie ist es zu eruieren, inwieweit Museen und Orchester die verschiedenen Möglichkeiten nutzen, um die Aufmerksamkeit für ihre Ziele und spezifischen Projekte zu steigern sowie neue Beziehungen mit ihren Dialoggruppen aufzubauen. Es wird also der Ist-Zustand von Museen und Orchestern aufgezeigt. Gleichzeitig werden auch Anregungen gegeben und Empfehlungen ausgesprochen. Die Empfehlungen richten sich sowohl an die Kultureinrichtungen, die bereits vertreten sind, als auch an diejenigen, die mit Social Media beginnen wollen.

Die Interviews mit den Direktoren/Intendanten/Marketingleitern der oben genannten Museen und Orchester geben zusätzlich einen sehr individuellen Einblick in deren Strategie und Vorgehensweise. Die Fragen waren individuell auf das jeweilige Orchester/Museum zugeschnitten und nur zwei bis drei Fragen wurden gleichermaßen an alle gestellt. So etwa die nach der Motivation, sich ins Social Web zu begeben oder der „Tipp für die Kollegen”. In vielen der sehr offen geführten Gespräche wurden einige der Fragen beantwortet, die häufig unter den Kulturbloggern diskutiert werden. So etwa: Welche Person steckt hinter den Aktivitäten, weshalb wird bei Twitter nicht zurückverfolgt, weshalb kann auf dem Blog nicht kommentiert werden? Die Kultureinrichtungen hingegen erhalten Anregungen für ihren Start ins Social Web.

Was haben Kultureinrichtungen von der Studie?
Die Studie gibt Tipps und Anregungen, andere Kultureinrichtungen können von den untersuchten Museen und Orchestern lernen, die bereits Aktiven erhalten Verbesserungsvorschläge. Dadurch, dass jeder Social-Media-Kanal gesondert berücksichtigt wird, erhalten die Kultureinrichtungen einerseits Anstöße, den eigenen Auftritt unter den beschriebenen Gesichtspunkten zu überprüfen, andrerseits auch eine Anleitung, wie der eigene Auftritt gezielter geplant werden kann.

Geben meine Analysen einen allgemeinen umfassenden Einblick in den Ist-Zustand, erhalten Kultureinrichtungen mit den Interviews zusätzlich ganz konkrete Tipps und Empfehlungen aus der Praxis. Gerade durch die Interviews wird oftmals das Handlungsmuster der Museen und Orchester deutlich.

Aufgrund der Fülle der gesammelten (teils nicht-veröffentlichten) Daten ist auch die individuelle Überprüfung eines Auftritts denkbar, um gegebenenfalls Verbesserungsvorschläge zu erarbeiten.

Wenn Sie bisher noch zögerlich waren, nehmen Sie sich doch die Worte von Dr. Alfred Wendel von den Duisburger Philharmonikern zu Herzen, der empfiehlt, „[...] verhältnismäßig unvoreingenommen heranzugehen. Ich habe das Social Web als eine positive Sache kennen gelernt. Es gibt ein großes Wohlwollen im Netz, das ist eine der positiven Erfahrungen, die ich gemacht habe. Wir als Orchester sind interessanter als wir glauben - das sollte man sich bewusst machen.”