Im Glaspalast
Am Wochenende war ich in Augsburg und habe mir nun endlich den im Jahr 2006 eröffneten Glaspalast angesehen.
Äußerst sehenswert sind dort das H2 - Zentrum für Gegenwartskunst sowie als Zweigstelle der Bayerischen Staatsgemäldesammlung die Staatsgalerie Moderne Kunst.
Den Charme dieses Museums macht meiner Meinung nach die beibehaltene Charakteristik des Industriebaus aus. Das Gebäude - eine ehemalige alte Baumwollspinnerei - wurde umgebaut und im Mai 2006 eröffnet. V. a. das H2 präsentiert sich in nur einem einzigen großen Raum sehr puristisch: hohe weiße Wänden, silberne Rohren unterhalb der Decke, schlanke Säulen und riesige Fensterfronten nach Süden und Norden.
Gezeigt werden abwechselnd der Sammlungsbestand der regionalen, überregionalen und
internationalen Gegenwartskunst der Augsburger Kunstsammlungen als auch Sonderausstellungen. Derzeit werden mit „Die Sammlung Neue Kunst III”, so der Titel, u. a. Arbeiten aus der eigenen Sammlung gezeigt. In einer neuen Inszenierung sind Arbeiten der Jörg-Sasse-Schülerin Anastasia Khoroshilova, von Leta Peer, Felix Weinold oder Ruprecht Geiger zu sehen. Gleichzeitig findet noch die Sonderausstellung Danner-Preis 2008 statt.
Im gegenüberliegenden Flügel ist als Zweigstelle der Bayerischen Staatsgemäldesammlung Staatsgalerie Moderne Kunst im Glaspalast ebenfalls in einem einzigen großen Raum beheimatet. Gezeigt werden dort derzeit Skulpturen, die die plastische Auseinadersetzung mit dem menschlichen Körper in figurativer als auch in abstrakter Form thematisieren. Unter dem Ausstellungstitel „Von Balkenhorst bis Wachter” werden mehrere Generationen von Künstlern gezeigt. Die älteste Arbeit ist Marino Marinis „Reiter” von 1947, die jüngste stammt von Thomas Helbig und trägt den Titel Maschine (2004).
Zwei Kunstmuseen in einem Haus, die ich nur empfehlen kann. Es war sicherlich nicht mein letzter Besuch im Glaspalast …
Tags: Augsburg, H2 - Zentrum für Gegenwartskunst, Staatsgalerie Moderne Kunst