Interpretare Parlando
Zum fünften Mal fand nun bereits die Veranstaltung Interpretare Parlando - eine Idee der Deutsch-Italienischen Vereinigung (DIV) in Kooperation mit dem Städel Museum - statt. Das besondere an diesem Kurs ist, dass die Teilnehmer zunächst eine kunsthistorische Einführung in italienischer Sprache im Städel erhalten und an einem zweiten Abend eine sprachliche Nachbereitung in den Räumen der DIV stattfindet.
Während in früheren Veranstaltungen eine Zeitreise durch die Gemäldesammlung italienischer Kunst vom 14. bis 18. Jahrhundert vorgenommen wurde, schauten wir uns dieses Mal die graphische Sammlung näher an. Und mit „näher” meine ich, dass wir das Glück hatten, ganz nah an die graphischen Blätter ran zu kommen. So ganz ohne Glas und Rahmen zwischen uns. Wir waren im Studiensaal der graphischen Sammlung um einen Tisch gruppiert, der Kurator Dr. Martin Sonnabend war auch stets zugegen und ließ verständlicherweise seine „Schätze” nicht aus dem Auge.
Wir schauten uns mehrere venezianische Grafiken an, die alle im 18. Jahrhundert entstanden sind. Wie der Titel schon vermuten lässt, steht in dieser Veranstaltungsreihe das Italienische im Mittelpunkt. Das betrifft einerseits die zu betrachtende Kunst, die in Bezug zu Italien stehen muss, als auch die Sprache selbst. Und so konnten wir uns glücklich schätzen, dass das Städel mit Heike Komnick eine Mitarbeiterin hat, die uns die Arbeiten in italienischer Sprache vorstellte, unterstützt von Marina Rotondo, Lehrerin der DIV und sich daraus schließlich interessante Gespräche entwickelten.
Der Name ist Programm: Ich habe nicht nur meine Italienisch-Kenntnisse aufgefrischt (v. a. bezügl. kunstgeschichtlicher Begriffe) sondern ganz fantastische Grafiken gesehen.
Und bei der nächsten Veranstaltung im September, die sich mit Grafiken der Moderne befassen wird, bin ich sicherlich wieder mit von der Partie.
Tags: Italienisch, Kunst, Veranstaltung