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	<title>Kommentare zu: Proben wie die Profis – LeaderChor Berlin 2009</title>
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	<description>Das Blog von u.s.k.</description>
	<pubDate>Thu, 09 Sep 2010 17:11:06 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Hagen Kohn</title>
		<link>http://kulturzweinull.eu/index.php/proben-wie-die-profis-%e2%80%93-leaderchor-berlin-2009/#comment-908</link>
		<dc:creator>Hagen Kohn</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Apr 2009 20:42:49 +0000</pubDate>
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		<description>@kulturblogger: "Aber bei dem Beispiel LeaderChor geht es ja um etwas anderes, das nicht so sehr auf dieser allgemeinen Ebene liegt, nämlich die Mechanismen der Führung/Arbeitweisen von künstlerischen Ensembles auf die Wirtschaft zu übertragen. Und davon halte ich sehr wenig."
Diese Systemübertragung sehe ich nun gerade nicht in diesem Angebot - dass das nicht erstrebenswert ist, darin stimmen wir überein. Mein Statement deckt sich mit Ulrike Schmids Auffassung, "Sie lernen aufeinander zu hören, sie lernen wie wichtig die eigene Stimme ist, aber auch wie wichtig es ist, dass die eigene Stimme mit anderen Stimmen harmoniert", die eher mit Persönlichkeitsschulung, Teamfähigkeit, soft skills oder wie auch immer man das nennen will, zu tun hat.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@kulturblogger: &#8220;Aber bei dem Beispiel LeaderChor geht es ja um etwas anderes, das nicht so sehr auf dieser allgemeinen Ebene liegt, nämlich die Mechanismen der Führung/Arbeitweisen von künstlerischen Ensembles auf die Wirtschaft zu übertragen. Und davon halte ich sehr wenig.&#8221;<br />
Diese Systemübertragung sehe ich nun gerade nicht in diesem Angebot - dass das nicht erstrebenswert ist, darin stimmen wir überein. Mein Statement deckt sich mit Ulrike Schmids Auffassung, &#8220;Sie lernen aufeinander zu hören, sie lernen wie wichtig die eigene Stimme ist, aber auch wie wichtig es ist, dass die eigene Stimme mit anderen Stimmen harmoniert&#8221;, die eher mit Persönlichkeitsschulung, Teamfähigkeit, soft skills oder wie auch immer man das nennen will, zu tun hat.</p>
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		<title>Von: kulturblogger</title>
		<link>http://kulturzweinull.eu/index.php/proben-wie-die-profis-%e2%80%93-leaderchor-berlin-2009/#comment-901</link>
		<dc:creator>kulturblogger</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Apr 2009 12:16:57 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://kulturzweinull.eu/?p=587#comment-901</guid>
		<description>Dass Musik für Zwischentöne sensibilisiert ist natürlich richtig, gilt aber für tausend andere Beschäftigungen wie eine Sprache zu lernen oder sich mit möglichst vielen verschiedenen Menschen zu unterhalten, Bücher zu lesen etc. auch. Ich möchte ja auch niemandem davon abraten, sich mit Musik oder Kultur allgemein zu beschäftigen, allein, weil ich aus eigener Erfahrung weiß, wie gewinnbringend (das meine ich jetzt gerade nicht im streng ökonomischen Sinne! ;-) ) das sein kann. 

Aber bei dem Beispiel LeaderChor geht es ja um etwas anderes, das nicht so sehr auf dieser allgemeinen Ebene liegt, nämlich die Mechanismen der Führung/Arbeitweisen von künstlerischen Ensembles auf die Wirtschaft zu übertragen. Und davon halte ich sehr wenig. Na klar: ein guter Dirigent ohne Charisma ist nicht denkbar und ein guter Manager (oder wie man genauer sagen würde eben: Leader) auch nicht. Aber kann man das lernen? Wohl kaum. Und ansonsten wird im Kunstbereich in aller Regel abschreckend viel Macht und Eigensinn ausgeübt. Das ist auch anders in den meisten Fällen gar nicht möglich, weil ein Dirigent nicht mit 70 Musikern seine Brahms-Interpretation ausdiskutieren kann und ein Regisseur, der  eine basisdemokratische Schillerinszenierung realisiseren möchte, das fünffache der normalen Probenzeit bräuchte. Das ist einfach nicht vorbildhaft für andere Bereiche, wo man menschengemäßer führen kann. 

Das heisst, sobald man die Ebenen von einleuchtend klingenden Phrasen verlässt, gibt dieses Thema in meinen Augen nicht mehr sehr viel her.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Dass Musik für Zwischentöne sensibilisiert ist natürlich richtig, gilt aber für tausend andere Beschäftigungen wie eine Sprache zu lernen oder sich mit möglichst vielen verschiedenen Menschen zu unterhalten, Bücher zu lesen etc. auch. Ich möchte ja auch niemandem davon abraten, sich mit Musik oder Kultur allgemein zu beschäftigen, allein, weil ich aus eigener Erfahrung weiß, wie gewinnbringend (das meine ich jetzt gerade nicht im streng ökonomischen Sinne! ;-) ) das sein kann. </p>
<p>Aber bei dem Beispiel LeaderChor geht es ja um etwas anderes, das nicht so sehr auf dieser allgemeinen Ebene liegt, nämlich die Mechanismen der Führung/Arbeitweisen von künstlerischen Ensembles auf die Wirtschaft zu übertragen. Und davon halte ich sehr wenig. Na klar: ein guter Dirigent ohne Charisma ist nicht denkbar und ein guter Manager (oder wie man genauer sagen würde eben: Leader) auch nicht. Aber kann man das lernen? Wohl kaum. Und ansonsten wird im Kunstbereich in aller Regel abschreckend viel Macht und Eigensinn ausgeübt. Das ist auch anders in den meisten Fällen gar nicht möglich, weil ein Dirigent nicht mit 70 Musikern seine Brahms-Interpretation ausdiskutieren kann und ein Regisseur, der  eine basisdemokratische Schillerinszenierung realisiseren möchte, das fünffache der normalen Probenzeit bräuchte. Das ist einfach nicht vorbildhaft für andere Bereiche, wo man menschengemäßer führen kann. </p>
<p>Das heisst, sobald man die Ebenen von einleuchtend klingenden Phrasen verlässt, gibt dieses Thema in meinen Augen nicht mehr sehr viel her.</p>
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		<title>Von: Hagen Kohn</title>
		<link>http://kulturzweinull.eu/index.php/proben-wie-die-profis-%e2%80%93-leaderchor-berlin-2009/#comment-900</link>
		<dc:creator>Hagen Kohn</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Apr 2009 10:35:30 +0000</pubDate>
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		<description>Musik machen mit anderen sensibilisiert das Ohr für Zwischentöne - sei es nun die Jazz-Combo, der Chor oder das Orchester. Insofern kann ich mich der Ansicht, Wirtschaftsunternehmen können von Kulturinstitutionen lernen nur anschließen. Umgekehrt gilt das aber natürlich genauso. Fairerweise sollte man aber vielleicht noch hinzufügen, dass Orchester, Theater usw. oft staatliche oder städtische Einrichtungen sind, die ja auch nochmal anders funktionieren als freie Unternehmen. Wie auch der Vergleich von Jazz-Combo und Klassikorchester was das Größenverhältnis betrifft im Ungleichgewicht ist :-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Musik machen mit anderen sensibilisiert das Ohr für Zwischentöne - sei es nun die Jazz-Combo, der Chor oder das Orchester. Insofern kann ich mich der Ansicht, Wirtschaftsunternehmen können von Kulturinstitutionen lernen nur anschließen. Umgekehrt gilt das aber natürlich genauso. Fairerweise sollte man aber vielleicht noch hinzufügen, dass Orchester, Theater usw. oft staatliche oder städtische Einrichtungen sind, die ja auch nochmal anders funktionieren als freie Unternehmen. Wie auch der Vergleich von Jazz-Combo und Klassikorchester was das Größenverhältnis betrifft im Ungleichgewicht ist :-)</p>
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		<title>Von: kulturblogger</title>
		<link>http://kulturzweinull.eu/index.php/proben-wie-die-profis-%e2%80%93-leaderchor-berlin-2009/#comment-899</link>
		<dc:creator>kulturblogger</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Apr 2009 07:53:12 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://kulturzweinull.eu/?p=587#comment-899</guid>
		<description>Das hast du schon richtig interpretiert. :-) Natürlich sind das grundlegende Prinzipien, die nicht zwingend und immer gelten. Aber ein Orchester ist eine extrem hierarchische Organisation mit Old-School Top-Down-Management wie aus dem Bilderbuch. Das taugt für ein modern geführtes Unternehmen in den allermeisten Fällen höchstens als abschreckendes Beispiel. Klar, es gibt Ausnahmen wie das Orpheus Chamber Orchestra oder die Berner Camerata. In Chören ist es nicht ganz so krass, aber im Grunde auch nicht anders. Deswegen meine ich, dass klassische Kulturunternehmen meistens viel mehr von modern geführten Unternehmen lernen können als umgekehrt. Die "produzieren" zwar keine Kultur, besitzen aber nicht selten sehr viel mehr davon. Mich regt dieses zur Selbstkritik unfähige Sendungsbewusstsein von Kultureinrichtungen einfach auf: dort werden allzuoft auf Bühnen, dem Podium wo auch immer Dinge verkündet, und hinter den Kulissen das Gegenteil praktiziert.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das hast du schon richtig interpretiert. :-) Natürlich sind das grundlegende Prinzipien, die nicht zwingend und immer gelten. Aber ein Orchester ist eine extrem hierarchische Organisation mit Old-School Top-Down-Management wie aus dem Bilderbuch. Das taugt für ein modern geführtes Unternehmen in den allermeisten Fällen höchstens als abschreckendes Beispiel. Klar, es gibt Ausnahmen wie das Orpheus Chamber Orchestra oder die Berner Camerata. In Chören ist es nicht ganz so krass, aber im Grunde auch nicht anders. Deswegen meine ich, dass klassische Kulturunternehmen meistens viel mehr von modern geführten Unternehmen lernen können als umgekehrt. Die &#8220;produzieren&#8221; zwar keine Kultur, besitzen aber nicht selten sehr viel mehr davon. Mich regt dieses zur Selbstkritik unfähige Sendungsbewusstsein von Kultureinrichtungen einfach auf: dort werden allzuoft auf Bühnen, dem Podium wo auch immer Dinge verkündet, und hinter den Kulissen das Gegenteil praktiziert.</p>
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		<title>Von: Ulrike Schmid</title>
		<link>http://kulturzweinull.eu/index.php/proben-wie-die-profis-%e2%80%93-leaderchor-berlin-2009/#comment-897</link>
		<dc:creator>Ulrike Schmid</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Apr 2009 07:03:41 +0000</pubDate>
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		<description>@kulturblogger Ich bezog mich auf Deine Aussage, in der Du anzweifelst (so hab ich's zumindest interpretiert), dass Unternehmer etwas von Kunst- und Kultureinrichtungen lernen können. Man muss das ja nicht so absolut sehen. Der eine lernt mehr von einer Jazz-Band, für den anderen sind große Ensembles die besser Wahl.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@kulturblogger Ich bezog mich auf Deine Aussage, in der Du anzweifelst (so hab ich&#8217;s zumindest interpretiert), dass Unternehmer etwas von Kunst- und Kultureinrichtungen lernen können. Man muss das ja nicht so absolut sehen. Der eine lernt mehr von einer Jazz-Band, für den anderen sind große Ensembles die besser Wahl.</p>
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		<title>Von: kulturblogger</title>
		<link>http://kulturzweinull.eu/index.php/proben-wie-die-profis-%e2%80%93-leaderchor-berlin-2009/#comment-896</link>
		<dc:creator>kulturblogger</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Apr 2009 09:38:33 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://kulturzweinull.eu/?p=587#comment-896</guid>
		<description>Genau. Aber wie macht man das heute konkret, dass man aus jedem das Beste herausholt? Eben nicht mehr, indem man ihm sagt: ich möchte, dass du an dieser Stelle etwas mehr akzentuierst, und diesen Takt sehr leise singst und über die und die Noten crescendierst. Deswegen schrieb ich ja, dass Manager von einer Jazz-Combo mehr lernen könnten. auch hier muss man sich abstimmen, kann nicht einfach Alleingänge durchziehen, auf die Mitspieler hören, mit ihnen harmonieren etc. Das hat weitaus mehr mit "Demokratie" zu tun, als die Aufführung klassischer Musik mit großen Ensembles.

Vielen Dank übrigens für den Link!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Genau. Aber wie macht man das heute konkret, dass man aus jedem das Beste herausholt? Eben nicht mehr, indem man ihm sagt: ich möchte, dass du an dieser Stelle etwas mehr akzentuierst, und diesen Takt sehr leise singst und über die und die Noten crescendierst. Deswegen schrieb ich ja, dass Manager von einer Jazz-Combo mehr lernen könnten. auch hier muss man sich abstimmen, kann nicht einfach Alleingänge durchziehen, auf die Mitspieler hören, mit ihnen harmonieren etc. Das hat weitaus mehr mit &#8220;Demokratie&#8221; zu tun, als die Aufführung klassischer Musik mit großen Ensembles.</p>
<p>Vielen Dank übrigens für den Link!</p>
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