Sharing-Plattformen für die Verbreitung von Programmheften einsetzen
Die Dresdner Philharmonie macht es, das hr-Sinfonieorchester und die Kölner Philharmonie machen es ebenfalls - sie stellen ihre Programmhefte auf ihrer Website online zum Download zur Verfügung.
Wie praktisch dies doch ist, hab ich am Wochenende erfahren, als ich mir ein Programmheft der Dresdner Philharmonie einige Tage vor dem Konzert runtergeladen habe. Ich glaube, das war das erste Mal, dass ich ein Programmheft komplett und im Vorfeld gelesen habe. Sonst ist es ja meistens so, dass ich mir das Programmheft kurz vor dem Konzert kaufe, die Zeit dann aber doch nicht reicht, um es zu lesen und ich in der Pause irgendwie auch nicht dazu komme. Und so wandert es dann häufig ungelesen ins Archiv.
Weitaus seltener haben Kultureinrichtungen allerdings „Sharing-Plattformen” wie SlideShare, Scribd und issuu für sich entdeckt. Auch wenn sie sich wohl weniger für die einzelnen Programmhefte zu Konzerten eignen, für die Gesamtübersicht des Jahres-/Festivalprogramms, der Imagebroschüren, der monatlichen Veranstaltungsübersicht oder etwa der Magazine eignen sie sich perfekt. Doch die Zahl derer, die ihre Dokumente dort online stellen, ist überschaubar. Dazu zählen etwa die Ludwigsburger Schlossfestspiele, die ihr Festivalprogramm bei SlideShare eingestellt haben. Das Jüdische Museum Berlin wiederum stellt seine Magazine bei issuu ein und ich hatte das Programmheft der Würzburger Bachtage bei Scribd hochgeladen.
Welche Plattform wählen?
Alle drei. Da die Einstellung der Dokumente in der Basisversion kostenlos ist und sie auch nicht allzu aufwändig in der Einstellung und Pflege sind, ist empfehle ich je nach Dokumentenart die entsprechende Plattform zu wählen: Für Präsentationen SlideShare sowie für PDF-Dokumente Scribd und issuu. Bei Dokumenten habe ich eine Präferenz für issuu, weil ich sie optisch wesentlich ansprechender finde als Scribd. Deshalb würde ich hochwertige (Kunden-)Magazine auch nur dort einstellen und Programmhefte sowohl als auch. Ich habe den Eindruck, dass Scribd einfach bekannter ist und man deshalb nicht daran vorbeikommt.
Warum eine externe Plattform?
Warum sollten die Dokumente überhaupt auf einer extra Plattform eingestellt werden. Reicht es nicht, sie auf der eigenen Website einzustellen? Nein, tut es nicht, will man eine hohe Aufmerksamkeit für die Veranstaltungen und die Einrichtungen an sich bekommen.
Auf die Website kommen ja nur die Personen, die die Kultureinrichtungen eh schon kennen. Will man also neue Besucher ansprechen, müssen auch neue Wege gesucht werden. Durch eine entsprechende Verschlagwortung und die Möglichkeit die Dokumente in Blogs einbinden zu können, des Teilens und Weiterleitens tun sich ganz neue Chancen auf, die Veranstaltungen bekannt zu machen. Außerdem erhält jedes Dokument eine eigene URL und als Kultureinrichtung selbst legt man seine Vanity-URL fest. Also alles Aspekte um eine hohe Reichweite, neue Interessenten und damit neue Besucher zu gewinnen.
Tags: Dresdner Philharmonie, hr-Sinfonieorchester, issuu, Jüdisches Museum Berlin, Ludwigsburger Schlossfestspiele, Scribd, Sharing-Plattformen, SlideShare, Würzburger Bachtage
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