Social Media Release oder einfach nur Kulturnews
Das Thema ist nicht neu - bereits vor drei, vier Jahren gab es einen Hype um Social Media Releases, ausgelöst durch einen Artikel eines bloggenden Journalist namens Tom Foremski mit dem Titel „Die! Press release! Die! Die! Die!”. Mittlerweile ist es ruhiger um dieses Thema geworden, sieht man mal von einigen Emails ab, in denen mir Dienstleister das Angebot machen, Social-Media-Releases für mich zu verbreiten und auf entsprechenden Templates einzustellen.
Christian Henner-Fehr hat nun kürzlich das Thema wieder aufgegriffen und am Beispiel des Musikers Daniel Walcher vorgestellt, wie solch ein Social-Media-Template aussehen kann. Sieht schick aus und beinhaltet wirklich viele Zusatzinfos und Social-Media-Profile. Dennoch bin ich - wie auch bei den kostenlosen Online-Presse-Portalen - skeptisch. Journalisten werde ich in beiden Fällen damit nicht erreichen. Ich habe dazu bei ein paar Journalisten nachgefragt. Ergebnis: Social-Media-Templates schauen sie sich gar nicht an, ebenso wenig die kostenlosen Online-Presse-Portale. Kostenpflichtige Presseportale wie news aktuell schon eher.
Nutzt man nun also Social-Media-Templates oder kostenlose Online-Portale muss man sich im Klaren sein, dass man festangestellte Journalisten nicht erreicht. Zu den für meine Kunden entscheidenden Journalisten habe ich allerdings eh den persönlichen Kontakt und spreche sie auch individuell an. Insofern dienen mir diese Portale und Templates nur dazu, um Blogger, evtl. auch freie Journalisten, die auf der Suche nach einem Thema sind, oder andere generell am Thema Interessierte zu erreichen. Und sie sind natürlich für die Online-Reputation und die generelle Sichtbarkeit im Netz wichtig.
Wie es in den Kommentaren bei Christians Blogpost schon anklang, denke ich, dass ein eigenes Posterous für Medienmeldungen eine sinnvolle Variante ist, das dann als Feed im Social Media Newsroom einfließt. Gut, ich muss sie selbst verbreiten, nur - wenn es interessante Meldungen sind, werden sie durch „Retweets” und „Teilen” auch ihren Weg durchs Netz finden. Ich habe hiefür die Seite Kulturnews aufgesetzt, die es mir jetzt auch ermöglicht, die Medieninfos in meinen Social Media Newsroom zu integrieren. Einen entsprechenden Twitter-Account hatte ich bereits, um die Meldungen auch über Twitter zu verbreiten. Ich mache da auch ein klare Trennung. Die Medieninformationen werde ich nur in Ausnahmefällen über meinen persönlichen Twitter-Account tweeten. Denn ich will meine Follower nicht mit Medieninfos zu spamen.
Tags: Kultur-PR, Kulturnews, Presse-Online-Portale, Social Media Release
August 4th, 2010 at 15:08
[...] Ulrike Schmid hat das Thema auf ihrem Blog aufgegriffen und stellt in ihrem Beitrag „Social Media Release oder einfach nur Kulturnews“ fest, dass man mit solchen Social Media Templates kaum jemanden erreichen kann. Eine [...]