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Das war’s mit der Kultur - Es war schön mit dir in diesem Jahr

Mittwoch, Januar 18th, 2012

© Ioannis Kounadeas, Fotolia

Während die Welle der Jahresvorschauen vorbei ist, bin ich schon am Ende des Jahres 2012 angekommen und befasse ich mich mit dem Jahresrückblick 2012. Das hat auch einen ganz einfachen Grund: Christoph Deeg hat zur Blogparade aufgerufen.

Was wird in den Bereichen Social-Media und Gaming passieren? Wird 2012 ein besonders gutes Jahr? Werden wir tolle neue Projekte erleben?

Christoph, du wirst es mir nachsehen, dass ich nichts zu Gaming schreibe - das ist dein Metier.

Ein paar Beobachtungen

2012 war das Jahr indem die Nutzung von Social Media und das Bewegen im Social Web zunehmend normal wurde und beides ein selbstverständlicher Teil im (Kommunikations-)Alltag wurde.

Interaktionen wurden wichtiger

In den vergangenen zwölf Monaten habe ich beobachtet, dass Kultureinrichtungen zunehmend mutiger wurden und mehr Wert auf Interaktion gelegt haben. Es kam teils schon fast einem Wettbewerb gleich, wie sie sich mit Maßnahmen überboten. Gleich zum Jahresbeginn startete etwa das Museum für Völkerkunde Hamburg ein Fotogewinnspiel, wenig später initierte das MMK Frankfurt die “MMK Sprechstunde” auf Facebook, bei der sie die Fans aufforderten, Fragen ans Team zu stellen.  Bereits Ende bewies das Thalia Theater Mut, indem es bei Facebook über den Spielplan 2012/13 abstimmen ließ und das Maxim Gorki Theater brachte Effi Briest online zur Aufführung, und hat es damit sogar ins Mashable-Blog (!) geschafft. Und das war erst der Anfang, zahlreiche ähnliche Aktionen folgten im Jahresverlauf.

(Musik-)theater und Festivals boten nicht nur Livestreams zu Gesprächsrunden mit Dirigenten, Musikern und Regisseuren an, sondern ließen das Publikum per Chat partizipieren, wie etwa die Bayerische Staatsoper zum Ring des Nibelungen.

Twitter lebendig wie nie zuvor

Museen hingegen übertrugen ihrer Pressekonferenzen live und online (Nachtrag: Z. B. Staatstheater Wiesbaden)  und luden Twitterer ein, von den PKs zu Ausstellungseröffnungen zu twittern, wie etwa das Haus der Kunst in München. Zurückzuführen war dies auf die von aufbruch. museen und web 2.0 ursprünglich für den Münchner Raum konzipierten und organisierten Tweetups, die sich immer größerer Beliebtheit erfreuten. Nachdem es einen bundesweiten “Tweetup-Museums-Tag” gab, organisierten viele Museen, vom Erfolg überwältigt, Tweetups und Adaptionen desselben an. Ich finde es besonders erfreulich, dass die Museen die Möglichkeiten und auch die Vorteile, die solch ein Event bietet, erkannt haben: Kulturvermittlung, Steigerung des Bekanntheitsgrades, Beziehungspflege um nur einige Stichwörter zu nennen, die ich mit diesem Event verbinde. Ich habe munkeln gehört, dass für 2013 auch Orchester und Opernhäuser sich etwas in diese Richtung überlegen.

Twitter-Events nach den Vorbilder “Ask a curator” bzw. “Ask the musician” machten erfreulicherweise ebenfalls die Runde. Im kleinen Stil begann die Kronberg Academy bereits 2009 mit Twitter-Interviews (KAtalk), das Beethovenfest Bonn hat 2011 zum Interview mit mehreren Orchester “geladen” und in den vergangenen zwölf Monaten folgten weitere Festivals diesem Vorbild.

Kulturvermittlung

Apropos Kulturvermittlung. Dieses Thema hat ebenfalls neue Dimensionen erreicht. Nicht nur dass die Kultureinrichtungen selbst, durch entsprechende Beiträge Kultur vermittelten, sondern die Vermittlerrolle wurde zunehmend von den Fans und Freunden selbst eingenommen und es entstanden sich gegenseitig befruchtende Gespräche in den Kommentaren der Blogs. Wer etwas wusste, hat dieses Wissen in „die Waagschale” geworfen.

Glücklicherweise erfreuen sich Blogs bei Kultureinrichtungen größerer Beliebtheit. Endlich sind auch die „posterous-Endungen” weggefallen und die Museen haben erkannt, dass eine eigene Vanity-URL zur Schärfung des eigenen Profils und für den Markenauftritt unabdingbar sind.

In den zurückliegenden Monaten herrschte aber noch nicht überall eitler Sonnenschein. Es gibt immer noch ein paar Unverbesserliche, die unemotionale Standardmeldungen veröffentlichen, auf Twitter-Anfragen nicht reagieren und das alleinige Heil in Facebook sehen. Aber: Es werden weniger.

Chancen für kleine Kultureinrichtungen

Bei all den positiven Entwicklungen darf allerdings auch nicht vergessen werden, dass die Masse der Kultureinrichtungen, die kleinen sind, für die es unglaublich schwierig ist, zeitlich und personell im Social Web Fuß zu fassen. Einige sind dem Beispiel der Würzburger Bachtage gefolgt und sind Social-Media-Partnerschaften bzw. Kooperationen eingegangen. Hat Birgit Schmidt-Hurtienne 2011 lediglich ein Interview zu Beginn und nach Ende der ersten Social-Media-Partnerschaft geführt, konnte sie sich 2012 vor Anfragen nicht mehr retten. ;-)

Es war ein wunderbares Kultur-2.0-Jahr! Weiter so, liebe Kultureinrichtungen.

stARTconference und mein persönlicher stART.10-Stundenplan

Montag, August 2nd, 2010

Nach dem erfolgreichen Auftakt im vergangenen Jahr (ich hatte mehrfach darüber berichtet; etwa hier und hier) findet in Bälde die zweite stARTconference - die stART.10 - am 9. und 10. September in Duisburg statt.

Nachdem im vergangenen Jahr die Social-Media-Grundlagen gelegt wurden, befasst sich die stART.10 schwerpunktmäßig mit den Themen „Mobile Web” und „Geschäftsmodelle im Internet.
stART10-Stundenplan

An zwei Tagen werde ich die Qual der Wahl haben, denn ich „muss” mich entscheiden, an welchen der 50 Vorträge, Workshops, Best-Practice-Präsentationen und Podiumsdiskussionen ich teilnehmen werde. Die Referentenliste ins erneut international besetzt. Die RednerInnen kommen sowohl aus dem Bereich Kultur als auch Social Media.

Als begeisterte foursquare-Userin und Gelegenheits-Geocacher freu ich mich ganz besonders auf den Vortrag von Norbert Hayduk zu Ortsbasierten sozialen Netzwerken und deren Nutzen für Kultureinrichtungen.

Auf meinem ganz persönlichen Stundenplan für die zwei Tage stehen außerdem:

  • Julia Schromm/Johannes Völlenklee, Mobiles Web und Tagging mit Zooners
  • Marc van Bree, A Framework for Social Media Strategy
  • Hannes Jähnert, Micro-Volunteering
  • Mike Ellis, Mobile culture - the next frontier
  • Holger Simon, Mediennutzung über das mobile Web als Chance für die Kunst und Kulturvermittlung
  • Dr. Kerstin Hoffmann, Was kostet das? Was bringt das ein? Budgets und ROI, Monitoring und Kennzahlen im Social Web
  • Markus Kucborski, Warum das mobile Internet Social Media verändern wird
  • Shelley Bernstein, Building an Online Community at the Brooklyn Museum
  • Mirko Lange, Social Media - zurück in die Zukunft.

Und dann werden ich natürlich noch an der Session „Kultur und Web 2.0 im Blick der Wissenschaft: Erkenntnisse aus aktuellen Studien” teilnehmen. Denn da werde ich meine Studie Museen und Orchester im Social Web kurz vorstellen und gemeinsam mit Julian Stolte sowie Bettina Minder und Axel Vogelsang, die ebenfalls Studien durchgeführt haben, diskutieren. Moderiert wird die Podiumsdiskussion vom Co-Organisator der stART10 Christian Holst.

Aber damit noch nicht genug: Bereits am 8. September findet eine Pre-Conference statt, die den Titel stARTmuseum10 trägt und sich ausschließlich an Museen richtet.

Es werden spannende Tage in Duisburg! - Ich freu mich drauf!

Also wer noch kein Ticket hat - hier im Amiando-Ticketshop der stARTconference könnt Ihr/können Sie ein Ticket erwerben. Mit dem Code ulrikeschmid gibt es 20 % Ermäßigung. Gültig auch bei Gruppentickets.

PS In den nächsten Tagen werde ich auf diesem Blog ein Ticket zur stART.10  an eine VertreterIn einer Kultureinrichtung verlosen.

Veranstaltungshinweis ¦ 1. stARTtogether in Frankfurt

Mittwoch, Juli 14th, 2010

Am Montag, dem 26. Juli ist es soweit: Gemeinsam mit Frank Tentler von der stARTconference lade ich alle Kultur- und Web-2.0-Interessierten zum 1. stARTtogether in Frankfurt ein. Stattfinden wird es im Café Albatros in Bockenheim, Beginn ist 19.30 Uhr.

stARTtogether - was ist das?

“stART together” = Zusammenkommen, gemeinsam stARTen.

Auf der stARTconference wurde von vielen Teilnehmern der Wunsch geäußert, in Kontakt zu bleiben, sich zu vernetzen, sich regelmäßig auszutauschen.

Daher hat die stARTconference das “stARTtogether” ins Leben gerufen. Ein (lockeres) Zusammentreffen, bei dem man sich gegenseitig motiviert, den Schritt ins Social Web zu wagen, über Fortschritte mit Social Media in der eigenen Einrichtung berichtet und über Stolpersteine diskutiert.

Zum Auftakt wird Frank Tentler, einer der vier Mitorganisatoren der stARTconference und Social Web Strategist einen 20-minütigen Vortrag über „Kulturhauptstadt 2.0 - Die Social-Web-(R)Evolution in Duisburg” halten.

Im Anschluss an diesen Vortrag bleibt dann noch genügend Zeit, neue Leute kennen zu lernen, Leute wieder zu sehen und sich ohne großes Programm über Kultur und Web 2.0 auszutauschen.

Die genaue Adresse:
Café Albatros
Kiesstraße 27
60486 Frankfurt-Bockenheim

Anmeldung:
Die Veranstaltung ist kostenlos, Essen und Getränke müssen selbst beglichen werden.

Wir haben im Café Albatros einen extra Raum reserviert. Damit niemand stehen muss, bitten wir um Anmeldung.  Am Besten über Xing oder per Email

Wir freuen uns, wenn Sie/Ihr vorbeischaut!

Eindrücke vom barcamp +kultur Osnabrück

Mittwoch, Februar 3rd, 2010

StundenplanVergangenen Freitag und Samstag (29. und 30. Januar) fand im Haus der Jugend in Osnabrück das barcamp +kultur statt.

Eine Übersicht über die einzelnen Sessions gibt es hier (Freitag) und hier (Samstag)

Am Samstag habe ich spontan beschlossen, eine Session zu halten und am Beispiel der Kronberg Academy auf zu zeigen, wie Kultureinrichtungen Social Media nutzen können und welche Vorüberlegungen es gab. Als Präsentation habe ich auf die „stART.09-Präsentation” zurückgegriffen, die auf slideshare für jedermann öffentlich zugänglich ist.

Besonders in Erinnerung geblieben sind mir die Sessions:

Die einzelnen Video-Mitschnitte wird es sicherlich in Kürze auf der mixxt-Seite zu sehen geben.

Besonders gefreut hat mich, alte Bekannte wieder zu treffen, neue Menschen kennen gelernt zu haben und den virtuellen Freunde wie Susanne und Norbert endlich im realen Leben zu begegnet zu sein.

Insgesamt war die Stimmung war gut und es fand ein reger Austausch statt. Dank an die Organisatoren und bis zum nächsten barcamp +kultur in Osnabrück …