Posts Tagged ‘MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main’

Meeting Sarah Morris im MMK Frankfurt

Freitag, August 21st, 2009

Kurz und knapp - meine Empfehlung der Woche gilt den Filmen von Sarah Morris, die derzeit im MMK - Museum für Moderne Kunst Frankfurt zu sehen sind.

Das sind einmal der 86minütige Film Beijing (2008),  in dessen Mittelpunkt das organisatorisch höchst komplexe und vielleicht ehrgeizigste Unternehmen des vergangenen Jahres steht: die Olympischen Spiele 2008 in Peking. Außerdem der Film Capital (2000), der die letzten Tage der Regierung von  Bill Clinton zum Thema hat.

Beeindruckend ist v. a. der Film Beijing, denn Sarah Morris konnte während der Olympischen Spielen buchstäblich überall hin: sie filmte  Wettkämpfe genauso wie ein Blick in die Garderoben, einen Zeitschirftenladen,  junge Frauen, wie sie mit einer Bürste auf dem Boden knieend die Ritzen (und Fließen) schruppten, Geschäfte und Straßen voller Neonreklamen. Und das alles läuft wie ein Farbrausch vor einem ab, untermalt mit einem monotonen Sound.

Noch eine Woche (bis 30. August) werden Malerei und Filme präsentiert. Ansehen lohnt sich!

Meeting MMK ¦ Yellow and Green

Dienstag, März 10th, 2009

Yellow and Green: Positionen aus der Sammlung des MMK heißt die aktuelle Ausstellung im Museum für Moderne Kunst Frankfurt, die vergangene Woche eröffnet wurde.

Sie hätte sich keinen besseren Einstieg für die erste Ausstellung in ihrem Amt als neue Direktorin wünschen können, betonte Dr. Susanne Gaensheimer bei der Eröffnung. Denn nachdem die Werke Murakamis ausgeräumt wurden, das Haus komplett leer war und einer „Frischekur” mit neuem Anstrich unterzogen wurde, konnten die Direktorin und ihr Team aus dem Vollen schöpfen. Ein Kunstbestand, der zirka 4.600 Werke umfasst, schlummerte im Depot und 150, zum Teil noch nie gezeigte,  Arbeiten sind jetzt zu sehen.

In den kommenden Jahren werden in regelmäßigen Abständen unterschiedliche Schwerpunkte und Themen der Sammlung präsentiert. Werke aus verschiedenen Perioden von den 1960er Jahren bis heute und die unterschiedlichen Medien des 20. und 21. Jahrhunderts werden miteinander in Beziehung gesetzt.

Mit Yellow and Green (der Titel ist Roy Lichtensteins Werk “Yellow Green Brushstrokers” entlehnt) machen nun Werke aus den 1960er Jahren, denen zeitgenössische Arbeiten gegenübergestellt werden, den Anfang. Zu sehen sind Klassiker der amerikanischen Pop-Art wie etwa Claes Oldenburg und Andy Warhol, Positionen der Gegenwartskunst von Thomas Bayrle, Peter Fischli & David Weiss sowie Jeff Koons und neben minimalistischen Werken von Donald Judd, Lee Lozano, Blinky Palermo und Charlotte Posenenske sind Arbeiten der 1990er Jahre von Martin Boyce, Steven Parrino und Franz West zu sehen.

Absolut sehenswert, finde ich.

Murakami im MMK Frankfurt am Main

Mittwoch, Oktober 1st, 2008

Am Freitag war ich, wie viele andere hunderte Frankfurter auch, bei der Ausstellungseröffnung MURAKAMI MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main. Wochenlang war es geschlossen. Endlich nun sollte die Show, um die im Vorfeld ein riesen Spektakel gemacht wurde, eröffnet werden. Klar, dass ich also mit einer Freundin auch da war.

Du sollst keine andere Kunst außer der von Murakami sehen, lautet die Devise und so wurde das komplette Haus leer geräumt und nur der Kunst Takashi Murakami gewidmet. Das Auge wird einer Fülle von bunten Installationen, Filmen, Bildern, Figuren und Skulpturen ausgesetzt. Motive der Popkultur verbinden sich mit stilistischen Merkmalen traditioneller japanischer Kunst wie Flächigkeit, Muster und Ornamente, so die Beschreibung des Einladungstexts zur Eröffnung.

Was kann ich nun zur Ausstellung sagen? Ehrlich gesagt, ich finde (noch) keinen Zugang.� Ein schlauer “Museumsmann” hat mir mal gesagt, ich solle mir immer mit einer Begleitung eine Ausstellung ansehen. Denn durch den Gedankenaustausch, die Beschreibungen und die Fragen, die das Werk aufwirft, kann das Kunstwerk nicht nur entschlüsselt werden, sondern es können für mich ganz neue Aspekte zutage treten. Gesagt, getan.

Doch obwohl ich nun in Britta eine Begleiterin hatte, die von den Arbeiten überaus begeistert ist, wir uns rege ausgetauscht haben, sie äußerst interessante Details in den Arbeiten sah, die ich so nicht gesehen habe, bekomme ich keinen Bezug zu Murakamis Kunst. Der Funke will nicht überspringen.

Noch bin ich aber ganz optimistisch, dass ich in den nächsten drei Monaten doch noch einen Zugang finde …