Posts Tagged ‘Musik’

Kulturtipp ¦ Bregenzer Festspiele 2010

Freitag, Juli 30th, 2010

Probenfoto von Das Portrait, Foto: Karl ForsterBei dem Namen Bregenzer Festspiele denken viele nur an das Spiel auf dem See. Doch ihr Programm umfasst weit mehr, als die spektakulären Inszenierungen bekannter Opern auf der Seebühne: Schauspiel, Orchesterkonzerte, Tanz sowie Aufführungen weniger bekannter Opern stehen auf dem Programm, das ganz im Zeichen der Thematik „In der Fremde” steht. Im Mittelpunkt steht eine Werkretrospektive des vergessenen polnischen Komponisten Mieczysław Weinberg (1919-1996).

Die unglückliche Liebesgeschichte zwischen der äthiopischen Prinzessin Aida - einst als Sklavin an den Nil verschleppt - und dem ägyptischen Feldherrn Radames ist auf der Seebühne zu sehen.

Was ist Kunst - und darf man Geld mit ihr verdienen? Das ist der Inhalt der satirischen Oper Das Portrait, nach Nikolai Gogol rund um einen Künstler in Existenz- und Gewissensnöten. Er schuf ein thematisch zeitloses Werk und stellte gleichzeitig sein komisches Talent unter Beweis.

Die Orchesterkonzerte der Wiener Symphoniker, des Symphonieorchesters Vorarlberg und des Kammerorchesters MusicAeterna aus Nowosibirsk präsentieren Weinbergs eindrucksvollste Werke. Im Rahmen von Musik & Poesie ist im Seestudio Weinbergs intimere Kammermusik zu erleben, gepaart mit Gedichten von Ossip Mandelstam, Marina Zwetajewa, Anna Achmatowa und Joseph Brodsky.

Die Schauspielreihe bringt im Sommer 2010 das Wiedersehen mit alten Bekannten: Das Deutsche Theater Berlin ist zurück in Bregenz! Die „Berliner” führen den Klassiker, Joseph Conrads Herz der Finsternis, und ein neues Stück Gegenwartstheater, Lukas Bärfuss’ Öl auf.

Im Rahmen von Kunst aus der Zeit wird das Festspielmotto „In der Fremde” aus etwas anderen Blickwinkeln beleuchtet: Dies geschieht mit der Uraufführung der Oper Jacob’s Room des amerikanischen Elektronik-Pioniers Morton Subotnick und mit Out of Context des bekannten belgischen Choreographen Alain Platel, der mit seiner Ballettkompanie C de la B in Bregenz gastiert.

Die Jugendreihe crossculture bietet jungen Menschen die Chance, in und außerhalb der Festspielzeit ihre Kreativität zu entfalten und herauszufinden, was ihnen Spaß macht und wo ihre Talente liegen.

Ausführliche Informationen zum Programm gibt es auf der Webseite der Bregenzer Festspiele.

Kulturtipp ¦ Rheingau Musik Festival

Freitag, Juni 25th, 2010

Morgen ist es wieder soweit: Mit Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 2 c-Moll wird in der Basilika von Kloster Eberbach das 23. Rheingau Musik Festival eröffnet. Bis 28. August finden 153 Konzerte an 42 Spielstätten im Rheingau und in benachbarten Regionen statt. Gerade die ungewöhnlichen Spielstätten machen für mich den besonderen Reiz des Festivals aus: Ob Kloster Eberbach, Schloss Johannisberg, der Kelterhalle in Oestrich, oder Schlösser, Kirchen und Weingüter wie die Seebühne von Schloss Vollrads oder der Steinberg - ihnen allen ist ein ganz spezifischer regionaler Charakter eigen.

Themenschwerpunkte in diesem Jahr sind „Fernweh”, „Schumann/Chopin 200. Geburtstag”, „Festival-Spezial: Oper” sowie das Komponistenporträt Kaija Saariaho. In dem neuen Veranstaltungsformat „Rendezvous mit …” stellt die Musikjournalistin Katharina Eickhoff ausgewählte Künstler in einem zwanglosen Gespräch vor. In diesem Jahr den Schlagzeuger Martin Grubinger, den Dirigenten Christoph Eschenbach und den Pianisten Menahem Pressler.

Zu Gast beim Rheingau Musik Festival sind auch in diesem Sommer wieder herausragende Solisten und Ensembles wie etwa Hélène Grimaud Daniel Barenboim, Diana Damrau, Ian Bostridge, Rudolf Buchbinder, Albrecht Mayer, Philippe Jaroussky, Paul Meyer, Xavier de Maistre  und, und, und …

Ausführliche Informationen zu allen Konzerten gibt es auf der Homepage des Rheingau Musik Festivals.

2000 mal 30 – Young Euro Classic braucht Unterstützung

Montag, Juni 22nd, 2009

Young Euro ClassicSeit 10 Jahren findet alljährlich im August das Young Euro Classic Festival statt, das sich mittlerweile zu einem Spitzentreffen der besten Jugendorchester entwickelt hat. Doch ausgerechnet zum zehnjährigen Jubiläum sind dem Festival Sponsoren abgesprungen. Um die finanziellen Einbußen auszugleichen, setzt das Festival nun verstärkt auf bürgerschaftliches Engagement.

Mit der Kampagne 2000 mal 30. Young Euro Classic braucht Sie persönlich! sucht das Festival 2000 Musikfreunde, die jeweils 30 Euro spenden.

„Wir möchten Sie bitten, einer dieser 2000 Menschen zu sein UND, und das ist die eigentliche Herausforderung: einen Ihrer Freunde für eine solche Spende zu gewinnen. Der dann selbst auch wieder einen Freund gewinnt und dazu beiträgt, die „2000″ voll zu machen …”

Es geht darum, eine Lawine loszutreten. Durch die Weitergabe der Information ist ein erster Schritt gemacht. Ich habe übrigens von der Aktion über Twitter und über das Blog VioWorld und das Kulturmanagement Blog erfahren. Jetzt geht es darum, dran zu bleiben, damit die benötigten 60.000 Euro zusammenkommen.

Wenn Sie das Festival unterstützen wollen, dann beteiligen Sie sich mit 30 Euro, finden Sie weitere Spender und geben Sie die Information weiter, damit Young Euro Classic im Sommer (vom 7. bis 23. August 2009) seinen zehnjährigen Geburtstag feiern kann.

Weitere Infos zum Festival und zur Spendenkampagne gibt es hier.

Youtube-Sinfonieorchester

Dienstag, Dezember 2nd, 2008

Auf eine interessante Aktion, zu der YouTube derzeit aufruft, bin ich beim Blog der neuen musikzeitung gestoßen.

Die Video-Plattform Youtube hat einen Wettbewerb lanciert, in dessen Rahmen sich jeder Musiker um einen Platz in einem Orchester bewerben kann, um ein Werk von Tan Dun in der Carnegie Hall zu Gehör zu bringen.

Musiker aus aller Welt werden zum Vorspielen für das YouTube Sinfonieorchester eingeladen. Die Videoeinreichungen werden dann zum ersten gemeinsamen virtuellen Auftritt zusammengeschnitten und die Welt wird die Besten auswählen, die dann im April 2009 in New York in der Carnegie Hall auftreten werden.

In der Jury sitzen u. a. Mitglieder der Berliner Philharmoniker, des London Symphony Orchestra und YouTube-User. Mehr Infos gibt’s hier

Der Komponist der Sinfonie über seine Inspiration für das Stück.