Posts Tagged ‘Social Media’

Wie Social Media die Kultur-PR verändern

Mittwoch, Mai 25th, 2011

Nachdem ich im ersten Teil davon geschrieben habe, was in der PR-Arbeit sowohl off- als auch online gleich bleibt, wird es heute um die Veränderung und auch neue Kompetenzen, die im Social Web gefragt sind, gehen.

Social Media sind zwar keine Massenmedium, dafür ermöglichen sie einen unmittelbaren, direkten Kontakt zu den Dialoggruppen. Bei den klassischen Medien sind die Leser, Zuhörer und Zuseher schon da, im Social Web müssen sie „gesucht” werden, man muss sie für sich einnehmen. Und das wird nur gelingen, wenn man Online-Präsenz schafft, die auf Dialog ausgerichtet ist sowie konstruktive Kritik und Mitgestaltung zulässt. Dabei muss man sich vor Augen halten, dass die (PR-)Verantwortlichen eine Kultureinrichtung nicht in Social Media platzieren können. Was man allerdings tun kann, sind Plattformen auf zu machen und Inhalte zu bieten. Wenn diese Inhalte gut gemacht sind, kommen auch viele, um das Gespräch zu suchen. Machen sie es schlecht, haben sie Pech gehabt. In Social Media bedarf es keiner Mittler mehr; Journalisten als Gatekeeper werden überflüssig. Wobei es sicherlich auch nicht schadet Influencer und Fürsprecher auf seiner Seite zu haben, um die Bekanntheitsgrad der Institution zu steigern. Beziehungspflege eben!

Neu sind auch die Abläufe. Lange Freigabeprozesse sind obsolet. Jeder wird nun zum Sprachrohr der Einrichtung. Die Leitung einer Kultureinrichtung muss einerseits Vertrauen in die Mitarbeiter haben und damit einhergehend auch die Befugnis geben, öffentlich und entsprechend der Erwartungen der Interessierten zu kommunizieren.

Auch wenn es DEN EINEN oder DIE EINE Verantwortliche(n) gibt, sollten andere Mitarbeiter miteinbezogen werden. Auch wenn eine PR- und Social-Media-Verantwortliche etwa Kunstgeschichte studiert hat, ist es mitunter beim Thema Restauration sinnvoller die Kollegin mit dem entsprechenden Know-how zu Wort kommen zu lassen oder sie zu Rate zu ziehen. Kommunikation wird zur Teamarbeit. Jeder Mitarbeiter ist Sprachrohr und Botschafter „ihrer” Kultureinrichtung. Deshalb ist es auch angebracht, dass nicht nur über die Fanseite kommuniziert wird, sondern, dass jeder Einzelne über seine Profile kommuniziert. Dieses Multiplikatoren-Potential wird immer noch viel zu selten genutzt. Und diese Einbindung aller kann wesentlich zum Aufbau der digitalen Reputation beitragen. Positivbeispiel ist in dem Zusammenhang Sebastian Hartmann, der in seinem Profil stets auch über „sein Museum”, das Neanderthal Museum in Mettmann berichtet. Eine Kultureinrichtung hat damit nicht nur ein Gesicht, sodass Interessierte, wissen mit wem sie sich unterhalten, sondern er trägt Informationen des Museums auch in seinen Freundeskreis, der nicht zwingender weise zum Freundeskreis des Museums zählt.

Beim nächsten Beitrag wird es um Medien- und Blogger-Relation gehen.

Tagungsband zur stART10 “Social Media im Kulturmanagement” ist erschienen

Mittwoch, Mai 11th, 2011

Der Tagungsband der stART10 mit dem Titel Social Media im Kulturmanagement ist nun erschienen. Das Buch enthält eine Sammlung von theoretischen und praktischen Grundlagen, Best-Practice-Beispielen, Aufsätzen zu den Schwerpunktthemen der Konferenz “Geschäftsmodelle im Web 2.0″ und “Mobile Web” sowie Studien. Einen kleinen Vorgeschmack auf den Inhalt und ein Probekapitel gibt es hier.

Zur Einbettung des Buches hier auf dem Blog hab ich, wie von den Herausgebern vorgeschlagen, Book2Look genutzt. Damit ist es einerseits möglich, verschiedene Infos zum Buch, wie Inhaltsverzeichnis und einen Artikel, gleich online zu lesen. Der Vorteil zu anderen File-Sharing-Angeboten ist allerdings, dass die Texte  neben den Sharing- und Embeding-Funktionen zusätzlich durch Links, Videos und Audiofiles ergänzt werden können und das Buch auch gleich online gekauft werden kann. Mit einem Klick auf das rote Kästchen oben ganz rechts werden Links zu Online Shops angezeigt. ;-)

Auf dem Blog der startconference  werden bis morgen, 12. Mai,  noch drei Exemplare des Buches verlost.

Zweites Frankfurter stARTtogether am 10. Januar

Dienstag, Dezember 21st, 2010

sTARTtogetherAm Montag, dem 10. Januar 2011, ist es wieder soweit: das 2. Frankfurter stARTtogether findet im Lokalbahnhof in Sachsenhausen statt. Beginn ist um 19 Uhr.

Dieses Mal wird die Musikerin Heike Matthiesen über ihre Social-Media-Aktivitäten berichten. Heike ist Gitarristin und nutzt seit drei Jahren die verschiedensten Kanäle, um über ihre Musik und ihren Arbeitsalltag zu berichten. Sie hat u. a. einen Twitter-Account, eine Facebook-Fanseite und noch einige andere Social-Media-Profile. Seit dem letzten stARTtogether ist sie auch unter die Bloggerinnen gegangen. Was daraus geworden ist, wird sie sicherlich ebenfalls berichten.

Sinn und Zweck des stARTtogether ist es, Kulturschaffende, die sich für das Thema Social-Media interessieren zusammen zu bringen, sich über die jeweiligen Erfahrungen mit dem Thema auszutauschen sowie Hemmschwellen abzubauen. Und natürlich soll mit den stARTtogethern auch die Wartezeit bis zur nächsten stARTtconference (17. bis 18. Nov. 2011) verkürzt werden. ;-)

Heikes Bericht ist auf circa 20 Minuten angelegt, so dass im Anschluss noch genügend Zeit für ein Beisammensein in geselliger Runde bleibt, um neue Leute kennen zu lernen, Leute wieder zu sehen und sich ohne großes Programm über Kultur und Social Media auszutauschen.

Die genaue Adresse:
Lokalbahnhof
Darmstädter Landstraße 14
60594 Frankfurt (Sachsenhausen)

Anmeldung:

Die Veranstaltung ist kostenlos, Essen und Getränke müssen selbst beglichen werden.

Ich habe im Lokalbahnhof einen extra Raum reserviert. Bitte melden Sie sich am Besten über Xing oder per Email an

Heike Matthiesen und ich freuen uns über Ihr/Dein Kommen!

Nachtrag: Hashtag lautet #stffm

Interview zur Studie

Donnerstag, Dezember 9th, 2010

Buchcover, Gestaltung Susanne HaydukKarin Janner (Kulturmarketingblog) hat mich zur Studie interviewt.

Sie fragt u. a. nach der Vorgehensweise, weshalb ich Museen und Orchester ausgewählt habe und wie das gesammelte Datenmaterial verwendet werden kann.

Das ausführliche Interview finden Sie hier.