Posts Tagged ‘stARTconference’

Veranstaltungshinweis ¦ 1. stARTtogether in Frankfurt

Mittwoch, Juli 14th, 2010

Am Montag, dem 26. Juli ist es soweit: Gemeinsam mit Frank Tentler von der stARTconference lade ich alle Kultur- und Web-2.0-Interessierten zum 1. stARTtogether in Frankfurt ein. Stattfinden wird es im Café Albatros in Bockenheim, Beginn ist 19.30 Uhr.

stARTtogether - was ist das?

“stART together” = Zusammenkommen, gemeinsam stARTen.

Auf der stARTconference wurde von vielen Teilnehmern der Wunsch geäußert, in Kontakt zu bleiben, sich zu vernetzen, sich regelmäßig auszutauschen.

Daher hat die stARTconference das “stARTtogether” ins Leben gerufen. Ein (lockeres) Zusammentreffen, bei dem man sich gegenseitig motiviert, den Schritt ins Social Web zu wagen, über Fortschritte mit Social Media in der eigenen Einrichtung berichtet und über Stolpersteine diskutiert.

Zum Auftakt wird Frank Tentler, einer der vier Mitorganisatoren der stARTconference und Social Web Strategist einen 20-minütigen Vortrag über „Kulturhauptstadt 2.0 - Die Social-Web-(R)Evolution in Duisburg” halten.

Im Anschluss an diesen Vortrag bleibt dann noch genügend Zeit, neue Leute kennen zu lernen, Leute wieder zu sehen und sich ohne großes Programm über Kultur und Web 2.0 auszutauschen.

Die genaue Adresse:
Café Albatros
Kiesstraße 27
60486 Frankfurt-Bockenheim

Anmeldung:
Die Veranstaltung ist kostenlos, Essen und Getränke müssen selbst beglichen werden.

Wir haben im Café Albatros einen extra Raum reserviert. Damit niemand stehen muss, bitten wir um Anmeldung.  Am Besten über Xing oder per Email

Wir freuen uns, wenn Sie/Ihr vorbeischaut!

Geschäftsmodelle im Web 2.0 - Ebook zur Blogparade

Mittwoch, Juni 23rd, 2010

Geschäftsmodelle im Web 2.0 - Blogparade stARTconference + Kulturmanagement Network
Im April hatten die Organisatoren der stARTconference gemeinsam mit dem Kulturmanagement Network zur Blogparade “Geschäftsmodelle im Web 2.0″ aufgerufen.

Und jetzt ist es da - das Ebook zur Blogparade, das 20 Beiträge zu ganz unterschiedlichen Themen und Sichtweisen enthält. So etwa zu “Monitoring und ROI im (Social) Web” (Dr. Kerstin Hoffmann), “Creative Commons” (Norbert Hayduk) oder zu “Allianzen für Kultur-Communitys” (Christian Holst).

„Wir sind interessanter als wir glauben“ ¦ Museen und Orchester im Social Web

Freitag, Mai 7th, 2010
Diese Social-Media-Portale sind bei Museen und Orchester beliebt

Meistgenutzten Social-Media-Portale der Museen und Orchester

Mein Beitrag zur Blogparade “Geschäftsmodelle im Web 2.0″ der stARTconference, handelt von der, von mir derzeit durchgeführten, Studie „Museen und Orchester im Social Web”.

Ausgangspunkt für die Studie
Ausgangspunkt war, dass ich einerseits ein sprunghaftes Ansteigen von Twitter-Accounts und Facebook-Fanseiten von Kultureinrichtungen innerhalb des vergangenen Jahres festgestellt habe, andrerseits aber diese Aktivitäten nirgends umfassend besprochen wurden. Es gab lediglich vereinzelte Hinweise.

Die Zunahme von twitternden und „facebookenden” Museen, Festivals, Theater, Orchester etc. lässt den Schluss nahe, dass sie das Social Web entdeckt haben. Doch ich wollte es genauer wissen, wollte wissen, wie diese Aktivitäten aussehen. Wie viele Kulturinstitutionen sind es tatsächlich, die aktiv das Social Web nutzen? Inwieweit betrachten die sie das Social Web auch als Mitmach-Web? Sind sie weiterhin dem altbekannten „Sender-Empfänger-Modell” verhaftet? Sind es nur die „großen Häuser” oder sehen es auch „kleine Häuser” als attraktiv an, im Social Web präsent zu sein? Diese und andere Fragen werden im Rahmen der Studie beantwortet.

Aufgrund der Fülle von Kultureinrichtungen, die wir in Deutschland haben, musste ich vorab eine Einschränkung treffen. Meine Wahl, die vor allem persönlichen Interessen und Erfahrungen geschuldet ist, fiel auf die beiden Kategorien Museen und Orchester. Zwei Kategorien sollten es sein, um herauszufinden, inwieweit Inhalte unterschiedlich vermittelt und Kanäle „kategoriespezifisch” bevorzugt werden.

Von den rund 6.500 Museen und Ausstellungshäusern sowie 133 Kultur- und Kammerorchestern, die die Deutsche Orchestervereinigung listet, wurden schließlich 92 Museen und 21 Orchester untersucht. So viele waren es, die im Zeitraum Dezember 2009 bis Februar 2010 nach den von mir aufgestellten Kriterien einen oder mehrere Social-Media-Kanäle nutzten bzw. dort präsent waren. Das sind die Plattformen YouTube/Vimeo, Flickr, Facebook, StudiVZ, MySpace und Twitter sowie das Vorhandensein eines Blogs.

Vorgehensweise
Die Studie umfasst neben der Untersuchung der verschiedenen Kanäle und deren Nutzung auch Interviews mit Repräsentanten ausgewählter Orchester (Berliner Philharmoniker und Duisburger Philharmoniker) und Museen (Pinakotheken, NRW-Forum, Museum für Kommunikation Frankfurt sowie Städel Museum/Schirn Kunsthalle). Die Interviews fließen allerdings nicht in die Auswertung der Studie ein, sondern haben ergänzenden Charakter.

Nach einer allgemeinen Untersuchung, welche und wie viele der Kanäle genutzt werden, ging es an die Untersuchung der Kanäle selbst. Herausgekommen ist zunächst, dass Museen und Orchester lediglich ein bis zwei der Social-Media-Kanäle nutzen. Darunter ist Facebook der beliebteste Kanal ist, gefolgt von den Video-Portalen bei den Orchestern und Twitter bei den Museen.

Für jeden Kanal wurden entsprechende Kriterien aufgestellt, nach denen alle Kultureinrichtungen gleichermaßen untersucht wurden. Diese waren einmal ganz faktischer, aber auch inhaltlicher Natur. Am Beispiel YouTube sah das etwa folgendermaßen aus:

Beitrittsdatum
Frequenz des Uploads
Anzahl der Video-Aufrufe
Anzahl der Freunde
Anzahl der Abonnenten
Biografie (Profilbild, Vanity-URL, Kurzbeschreibung der Institution, Webseite etc.)
Kanalaufrufe
Upload-Aufrufe
Web-2.0-Verknüpfung zu anderen Profilen vorhanden; Wie ausgeprägt
Kommentare (Zahl und inhaltlich)
Nutzung der Videos für Medienarbeit
Embedding
Sonstiges (Sprache, Inhalt der Videos)

Die gewonnenen Erkenntnisse flossen dann in die Gesamtbewertung der Nutzung des YouTube-Kanals ein. In den Blogbeiträgen wurde nicht dezidiert auf einzelne Kriterien eingegangen, sondern eine allgemeine Beschreibung und Bewertung, mit Nennung von Positiv-Beispielen, gegeben.

Ziel der Studie
Ziel der Studie ist es zu eruieren, inwieweit Museen und Orchester die verschiedenen Möglichkeiten nutzen, um die Aufmerksamkeit für ihre Ziele und spezifischen Projekte zu steigern sowie neue Beziehungen mit ihren Dialoggruppen aufzubauen. Es wird also der Ist-Zustand von Museen und Orchestern aufgezeigt. Gleichzeitig werden auch Anregungen gegeben und Empfehlungen ausgesprochen. Die Empfehlungen richten sich sowohl an die Kultureinrichtungen, die bereits vertreten sind, als auch an diejenigen, die mit Social Media beginnen wollen.

Die Interviews mit den Direktoren/Intendanten/Marketingleitern der oben genannten Museen und Orchester geben zusätzlich einen sehr individuellen Einblick in deren Strategie und Vorgehensweise. Die Fragen waren individuell auf das jeweilige Orchester/Museum zugeschnitten und nur zwei bis drei Fragen wurden gleichermaßen an alle gestellt. So etwa die nach der Motivation, sich ins Social Web zu begeben oder der „Tipp für die Kollegen”. In vielen der sehr offen geführten Gespräche wurden einige der Fragen beantwortet, die häufig unter den Kulturbloggern diskutiert werden. So etwa: Welche Person steckt hinter den Aktivitäten, weshalb wird bei Twitter nicht zurückverfolgt, weshalb kann auf dem Blog nicht kommentiert werden? Die Kultureinrichtungen hingegen erhalten Anregungen für ihren Start ins Social Web.

Was haben Kultureinrichtungen von der Studie?
Die Studie gibt Tipps und Anregungen, andere Kultureinrichtungen können von den untersuchten Museen und Orchestern lernen, die bereits Aktiven erhalten Verbesserungsvorschläge. Dadurch, dass jeder Social-Media-Kanal gesondert berücksichtigt wird, erhalten die Kultureinrichtungen einerseits Anstöße, den eigenen Auftritt unter den beschriebenen Gesichtspunkten zu überprüfen, andrerseits auch eine Anleitung, wie der eigene Auftritt gezielter geplant werden kann.

Geben meine Analysen einen allgemeinen umfassenden Einblick in den Ist-Zustand, erhalten Kultureinrichtungen mit den Interviews zusätzlich ganz konkrete Tipps und Empfehlungen aus der Praxis. Gerade durch die Interviews wird oftmals das Handlungsmuster der Museen und Orchester deutlich.

Aufgrund der Fülle der gesammelten (teils nicht-veröffentlichten) Daten ist auch die individuelle Überprüfung eines Auftritts denkbar, um gegebenenfalls Verbesserungsvorschläge zu erarbeiten.

Wenn Sie bisher noch zögerlich waren, nehmen Sie sich doch die Worte von Dr. Alfred Wendel von den Duisburger Philharmonikern zu Herzen, der empfiehlt, „[...] verhältnismäßig unvoreingenommen heranzugehen. Ich habe das Social Web als eine positive Sache kennen gelernt. Es gibt ein großes Wohlwollen im Netz, das ist eine der positiven Erfahrungen, die ich gemacht habe. Wir als Orchester sind interessanter als wir glauben - das sollte man sich bewusst machen.”

Nach der stART ist vor der stART ¦ Interview mit Karin Janner

Freitag, Dezember 18th, 2009

Über die stART.09 habe ich hier schon an verschieden Stellen berichtet. U.a. hatte ich im Vorfeld der stART.09 die Mitorganisatorinen, Karin Janner, bereits interviewt. Heute gibt sie einen ersten Einblick, was uns bei der stART.10 erwartet und auch welche Dimensionen die stARTconference mittlerweile  angenommen hat. Aus der Ursprungsidee eine Konferenz für Kultur & Web 2.0 zu organisieren ist längst mehr geworden …

1. Die stART.09 liegt schon wieder fast drei Monate hinter uns. Mit etwas Abstand betrachtet - Karin, wie lautet Dein Resümee?
Karin JannerEs hat sich gelohnt!
Wir haben unser Ziel, 500 Leute in Duisburg zum Thema Kultur + Web 2.0 zusammen zu trommeln, erreicht, haben viele Kulturleute zum ersten Mal mit dem Thema Web 2.0 in Berührung gebracht und Impulse zum Starten und Weitermachen gegeben.

Über die Verbindung Kultur + Web 2.0 war noch vor einem Jahr kaum etwas zu hören oder lesen, jetzt sind viele auf das Thema und die Möglichkeiten aufmerksam geworden, die sich dadurch für Kulturbetriebe ergeben.

Das merkt man z.B. auch daran, dass alle renommierten Zeitschriften aus dem Kulturbereich (z.B. die Neue Musikzeitung, Das Orchester oder Theatermanagement Aktuell) Informationen oder Berichte dazu bringen.

2. Wie geht’s jetzt weiter?
Wir hatten schon das erste Planungsmeeting in Berlin zur stART10, aber wir werden unter dem Label stART auch noch anderes bieten.

  • Am 1.+ 2. Mai wird in Essen das erste stARTcamp stattfinden - ein BarCamp bzw. ThemenCamp zu Kunst + Kultur.
  • Wir sind dabei, eine stART-Seminarschiene aufzubauen, z.B. mit dem Deutschen Bühnenverein und dem Nordkolleg Rendsburg.
  • Wir konnten einige interessante Partner dazugewinnen, mit denen wir gemeinsame Projekte planen, z.B. das Netzwerk Junge Ohren.
  • Neben unseren Weiterbildungsangeboten wollen wir Leute, die an der Schnittstelle Kunst/Kultur/Web tätig sind, vernetzen, damit sie miteinander und voneinander lernen, sich gegenseitig motivieren und gemeinsam vorwärts kommen. Dazu haben wir das Format stARTtogether ins Leben gerufen - lockere Zusammentreffen von am Thema Interessierten. Das erste stARTtogether fand im November in Berlin statt, wir wollen die stARTtogether Idee ähnlich SocialBars, Twittwochs und Webmontagen über das Bundesgebiet ausbreiten.
  • Unsere Website wollen wir zur umfassenden Informations- und Kommunikationsplattform zum Thema Kultur/Web 2.0 ausbauen. Dabei sollen auch unsere Leser, Besucher, Sprecher… in eigenen Beiträgen zu Wort kommen (ein paar Gastbeitäge gibt es schon, wir freuen uns über Themenvorschläge …)
  • Ein Relaunch unserer Website steht an, es gibt mittlerweile so viel Information drauf, dass es schon ziemlich unübersichtlich ist. Der Relaunch ist für Anfang Februar geplant.

3. Gibt es schon konkrete Pläne für die stART.10?
Ja, Ort + Termin steht: 9.+10. September 2010 wieder in der Merctorhalle Duisburg. Motto und Schwerpunktthema gibt es auch schon, das verraten wir Anfang Februar mit dem Call For Paper :-)

4. Ihr habt innerhalb eines Jahres die stARTconference hochgezogen. Wart ihr vom Erfolg selbst etwas überrascht?
Als Frank Tentler mich im Oktober 2008 angerufen hat und vorschlug, eine Konferenz zu Kultur + Web 2.0 mit 500 Besuchern durchzuführen, war ich etwas skeptisch. So viele Kulturleute interessieren sich doch gar nicht für das Web, dachte ich …

Doch bald wurde klar, dass wir zur richtigen Zeit mit dem richtigen Thema gekommen sind. Wir bekamen schon bald nach dem Start unserer Website + Blog im Februar 09 viel positives Feedback. Und auf den Call For Paper, der bis Ende März lief, meldeten sich so viele interessante Sprecher, das wir uns sehr schwer mir der Auswahl taten…

Der Ticketverkauf hat dann zwar eher schleppend begonnen, aber ab dem Sommer kräftig angezogen.

5. Was soll jetzt noch kommen? Ist eine Steigerung der Teilnehmerzahl überhaupt noch möglich oder gewünscht?
Auf der stART09 wurde positiv hervorgehoben, dass eine familiäre Atmosphäre herrschte. Es trafen viele Leute zusammen, die sich irgendwie kannten oder sich schon im Netz begegnet und nun neugierig auf ein Realtreffen waren.

Wir wollen keine anonyme Riesenveranstaltung werden, aber angesichts der Tatsache, dass nächstes Jahr Essen Kulturhauptstadt ist, können wir uns vorstellen, unser Kartenkontingent auf 750 Tickets zu erhöhen.

6. Was hast Du persönlich aus der stART.09 mitgenommen?
Ich habe viele interessante Leute kennen gelernt - wie zum Beispiel Dich.:-) - und so mein persönliches Netzwerk ausgebaut. Mit unserer Weiterbildungsschiene, aber auch mit Beratungsaufträgen und Projekten, die wir mit Partnern ins Leben rufen, ergeben sich gerade sehr spannende Dinge.

Und natürlich habe ich viel gelernt - denn auch ich habe noch nie mit Null Marketingbudget ein Projekt in dieser Größe auf die Beine gestellt - Marketing + PR nur über Social Media funktioniert also …

7. Im Internet habt ihr eine irre Resonanz erfahren. Wie sah es bei den Offlinern aus? Wie habt ihr diejenigen, die noch gar nicht oder kaum in Social Media unterwegs sind erreicht?
Da muss ich ehrlich agen: Das Erreichen der „Offliner” ist noch verbesserungswürdig - reine „Offliner” haben wir nicht so gut erreicht wie wir es gerne hätten.

Das lag daran, dass wir gar kein Budget für Marketing + PR hatten. Alle Anzeigen und PR-Artikel kamen über Mediankooperationen zustande, also Leistung gegen Leistung. Natürlich erreiche ich mehr Leute, wenn ich Geld in die Hand nehme und in allen relevanten Magazinen und Zeitungen Anzeigen schalte …

8. Ihr vier Hauptorganisatoren lebt in ganz verschiedenen Städten. Wie organisiert ihr euch? Wie muss man sich die Besprechungen vorstellen?
Wir hatten für die gesamte Organisation der stART09 nur 2 Realtreffen (eines im November 08, eines im Februar 09), nur beim ersten Treffen waren wir alle 4 anwesend …

Der Rest läuft über Skype (im Schnitt alle 2 Wochen Skype Konferenz), unser internes Projektblog, Wiki und Email. Das funktioniert ziemlich gut.

Karin, vielen Dank für das Interview.

Karin Janner betreibt das Kulturmarketingblog, das  NewMarketing Blog und das SPIELTZBlog.

Nachtrag: Sie ist auch die Hauptverantwortliche für das Blog der stARTconference

Zur stART.09 erscheint im März  2010 ein Tagungsband  im Transcript Verlag. Viele der Referenten (unter anderem ich auch) haben dafür die Präsentationen, die sie auf der stART.09 gehalten haben, aufbereitet. Herausgeber sind Dr. Hans Scheurer und Dr. Ralf Spiller, beide Professoren an der Macromedia Hochschule für Kommunikation (mit der die stARTconference eine Bildungspartnerschaft hat).