Posts Tagged ‘Takashi Murakami’

Murakami: Annäherung an die Kunst in vier Schritten (I)

Montag, Oktober 20th, 2008

Noch drei Monate läuft die Ausstellung ©MURAKAMI im MMK Frankfurt und ich habe mir vorgenommen, bis zum Ende den Künstler bzw. seine Kunst zu verstehen. Stellt sich die Frage, weshalb ich überhaupt so einen Ehrgeiz entwickle.

Nun zum Einen liegt das daran, dass ich bisher von den Ausstellungen im MMK begeistert war und sie mich selten enttäuschten. Ganz im Gegenteil, ich finde sie immer sehr inspirierend. Dieses Mal macht es mir das Haus bzw. der Künstler schwerer einen Zugang zu finden. Deshalb nehm ich diese Ausstellung jetzt zum Anlass, mir sie in vier Schritten (vielleicht reichen auch weniger) zu “erarbeiten”.

Nach der Eröffnung war das jetzt mein zweiter Besuch und ich sehe etwas klarer. Immerhin kenne ich jetzt das Video Good Morning von Kanye West und mir gefällt sowohl die Musik als auch die Animation von Takashi Murakami.

httpv://de.youtube.com/watch?v=w0RdyDiIH_0

Zum besseren Verstehen der Ausstellung habe ich an einer Führung teilgenommen. Ich sehe nun die Bezüge zu anderen Künstlern wie Andy Warhol, Mark Rothko oder Yves Klein. Ich krieg so langsam eine Ahnung, weshalb der Künstler keine klare Trennung mehr zwischen Kunst und Kommerz vornimmt. Erfahre, dass Kaikai für “Gut” und Kiki für “Böse” steht und erkenne Kaikai und Kiki auch in vielen Werke wieder. Und schließlich erfahre ich, dass die Atompilze - und davon gibt es einige zu sehen - einen ganz konkreten Bezug zu seinem Leben haben.

Es gibt noch viel zu sehen und zu entdecken in dieser Ausstellung …

Murakami im MMK Frankfurt am Main

Mittwoch, Oktober 1st, 2008

Am Freitag war ich, wie viele andere hunderte Frankfurter auch, bei der Ausstellungseröffnung MURAKAMI MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main. Wochenlang war es geschlossen. Endlich nun sollte die Show, um die im Vorfeld ein riesen Spektakel gemacht wurde, eröffnet werden. Klar, dass ich also mit einer Freundin auch da war.

Du sollst keine andere Kunst außer der von Murakami sehen, lautet die Devise und so wurde das komplette Haus leer geräumt und nur der Kunst Takashi Murakami gewidmet. Das Auge wird einer Fülle von bunten Installationen, Filmen, Bildern, Figuren und Skulpturen ausgesetzt. Motive der Popkultur verbinden sich mit stilistischen Merkmalen traditioneller japanischer Kunst wie Flächigkeit, Muster und Ornamente, so die Beschreibung des Einladungstexts zur Eröffnung.

Was kann ich nun zur Ausstellung sagen? Ehrlich gesagt, ich finde (noch) keinen Zugang.� Ein schlauer “Museumsmann” hat mir mal gesagt, ich solle mir immer mit einer Begleitung eine Ausstellung ansehen. Denn durch den Gedankenaustausch, die Beschreibungen und die Fragen, die das Werk aufwirft, kann das Kunstwerk nicht nur entschlüsselt werden, sondern es können für mich ganz neue Aspekte zutage treten. Gesagt, getan.

Doch obwohl ich nun in Britta eine Begleiterin hatte, die von den Arbeiten überaus begeistert ist, wir uns rege ausgetauscht haben, sie äußerst interessante Details in den Arbeiten sah, die ich so nicht gesehen habe, bekomme ich keinen Bezug zu Murakamis Kunst. Der Funke will nicht überspringen.

Noch bin ich aber ganz optimistisch, dass ich in den nächsten drei Monaten doch noch einen Zugang finde …