Posts Tagged ‘klassische Musik’

Konzert in Dur und Moll. Mein Beitrag zur Blogparade der Duisburger Philharmoniker

Dienstag, Juli 12th, 2011

2. Philharmonisches Konzert

Bei der Frage „Wie das Konzert der Zukunft“  aussehen kann, die die Duisburger Philharmoniker im Rahmen einer Blogparade gestellt haben, schlagen zwei Herzen - Dur und Moll - in mir.

Einerseits wünsche ich mir, dass sich NICHTS verändert. Ich bin eine große Anhängerin der Konzertform, in deren Mittelpunkt ausschließlich die Musik steht ohne Moderation und sonstigen Schnickschnack. Einfach konzentriert und in Ruhe Musik hören und genießen und das live.

Aber - um mit Giuseppe Tomasi di Lampedusas Tancredi zu sprechen „Wenn wir wollen, daß alles bleibt wie es ist, dann ist es nötig, dass alles sich verändert.” werde auch ich mich mit einer sich ändernden Konzertform auseinandersetzen müssen. V. a. wenn man sich die Entwicklung des Altersdurchschnitts der Konzertbesucher ansieht, scheint ein Handlungsbedarf dringend nötig. Und das nicht nur aufgrund des demographischen Wandels, sondern auch aufgrund der Fülle der Freitzeitangebote.

Ich hoffe, dass es „DAS” Konzert nicht mehr geben wird, sondern dass es vielmehr ein auf das jeweilige Konzertpublikum zugeschnittenes Konzert geben wird. Beide sollten gleichberechtigt nebeneinander her existieren. Also für das jüngere Publikum mit einem anderen klassischen Musikgeschmack Cross-Over-Projekte mit entsprechenden Künstlern. Vorstellbar sind für mich auch die Einbindung bewegter Bilder, die das Thema des Stücks bildlich darstellen oder auch die Einblendung einzelner Musiker in Nahaufnahmen. Überraschungsmomente, welcher Art auch immer sowie Licht- und Raumeffekte bzw. auch die Wahl eines ganz anderen Konzertortes als den klassischen Konzertsaal - etwa ein (stillgelegtes) Fabrikgelände - können sicherlich dazu beitragen, dass sich ein jüngeres Publikum von klassischer Musik angezogen fühlt.

Vergessen werden sollten allerdings auf keinen Fall die Konzertbesucher, die nicht nur mit den Konzertritualen vertraut sind, sondern sie auch schätzen und einhalten.

Meiner Meinung nach wird die Herausforderung für die Veranstalter darin bestehen, verschiedene Konzertformen anzubieten, um sowohl das „klassische” Publikum zu halten und dennoch neues Publikum durch neue Aufführungspraxen zu gewinnen. Ob Livestreams oder eine Digital Concert Hall die Rettung sind, wird sich zeigen.

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Apps im Musikbereich

Donnerstag, Januar 27th, 2011

Screenshot Staatskapelle Dresden, Quelle: iTunes App StoreAls ich kürzlich für einen Artikel für ein Fachmagazin nach Apps im klassischen Musikbereich recherchiert habe, bin ich auf lediglich vier deutsche gestoßen. Die der Elbphilharmonie, des Theaters Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen, des Theaters Erfurt und der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Letztere ist damit das erste und einzige deutsche Orchester mit einer eigenen App.

Den vier Apps ist gemein, dass sie kostenlos - und ohne sich registrieren zu müssen - im iTunes App Store zur Verfügung stehen. Außerdem sind sie sehr übersichtlich und leicht zu bedienen.

Die App des Theaters Nordhausen enthält abgesehen vom aktuellen Spielplan ausführliche Beschreibungen der Werke nebst Bildern. Mit einem Klick auf die E-Mail-Adresse oder die Telefonnummer werden die Benutzer (mit Vorwarnung) automatisch weitergeleitet.

Beim Theater Erfurt erfährt man nicht nur alles Wissenswerte über die künstlerischen Highlights und die Spielplanangebote, sondern auch über die Domstufen-Festspiele sowie das Theater selbst. Links zur Mediathek, generelle Informationen über das Haus sowie die Möglichkeit direkt Tickets online zu den Aufführungen zu bestellen gibt es ebenfalls.

Auch die Staatskapelle Dresden informiert über News, Konzerttermine und Infos rund um die Staatskapelle. Eingebunden ist auch ein Link zum Facebook-Auftritt (der bei mir allerdings nie funktioniert hat).

Obwohl die Eröffnung der Elbphilharmonie erst für 2013 geplant ist, steht jetzt schon eine App zur Verfügung, die neben aktuellen Informationen zum Bauprojekt auch einen direkten Zugriff auf den kompletten Veranstaltungskalender der Laeiszhalle und der Elbphilharmonie gibt. Je nach Veranstalter findet man ausführliche Informationen zu Programm, Interpreten und Veranstaltungsorten. Die Konzertsuche ist nach Genre, Veranstalter und Veranstaltungsort möglich.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die vier Apps alle wichtigen und notwendigen Informationen für den Gebrauch von unterwegs schnell, einfach und unkompliziert zur Verfügung stellen.

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