Posts Tagged ‘Kultur-PR’

Retten Flashmobs die klassische Musik?

Mittwoch, Juli 18th, 2012

In jüngster Zeit tauchen im Internet immer wieder Videos von Flashmobs zu klassischer Musik  auf. Jüngstes Beispiel ist ein von der spanischen Banco Sabadell organisierter Flashmob mit dem Orquestra Simfònica del Vallès, dem coros Lieder und den Amics de l’Òpera y la Coral Belles Arts, die den Finalsatz von Ludwig van Beethovens 9. Symphonie intoniert haben.

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Ein Blick zurück ins Blogarchiv

Montag, Juli 9th, 2012

OleanderEinmal im Jahr zur Sommerzeit werfe ich einen Blick ins Blogarchiv und bringe noch einmal ein paar Beiträge vom vergangenen Jahr ans Tageslicht, die nach wie vor nichts an ihrer Aktualität verloren haben (oder auch jetzt erst relevant werden). (weiterlesen…)

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KultUp - Tweet up your cultural life

Dienstag, Mai 15th, 2012

KultUp FanbannerVergangenen Donnerstag hat der 2. KultUp in Frankfurt stattgefunden. Organisiert werden die KultUps von Tanja Neumann und mir und wir haben diesen Twitter-Event unter das Motto „KultUp - Tweet up your cultural life” gestellt.

Nachdem ich an anderer Stelle schon einiges über Kultur-Tweetups und ihren Nutzen sowohl für die Rezipienten als auch für die Kultureinrichtungen geschrieben habe (etwa hier, hier oder auch in dieser Präsentation) möchte ich auch in dieser Stelle auf diese Veranstaltungsreihe eingehen, deren Ziel es ist, offline- und online-Welt zu verbinden und Kulturvermittlung zu betreiben. (weiterlesen…)

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Vom Schreiben einer Online-Pressemeldung

Donnerstag, April 12th, 2012

qwerty

Foto: Katscan ¦ Flickr.com

Online-Pressemeldungen sind nach Angaben einer jüngst veröffentlichten Studie von PR-Gateway zu einem eigenständigen Kommunikationsinstrument geworden. Nicht die Journalisten sind die alleinigen Adressaten, sondern vielmehr alle, die Informationen nach einem Produkt oder  zu einem bestimmten Thema im Web suchen, heißt es in der Studie.

Inwieweit dies auch in der Kultur-PR respektive für die Kulturkommunikation zutrifft, sei dahingestellt. Fakt ist allerdings, dass eben Online-Pressemeldungen nicht nur von Journalisten und Bloggern gelesen werden, sondern von allen möglichen, an einem bestimmten Kulturthema interessierten Leserinnen und Lesern. (weiterlesen…)

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Aufruf zur MUSEO-Blog-Parade 2012 der Residenz München

Mittwoch, Februar 29th, 2012

Carnevale Venezia S. Marco 25
Im Vorfeld zur Tagung “aufbruch. museen und web2.0” und des 1. Münchner stARTcamps am 20. und 21. April ruft die Residenz München zur Blogparade auf.

Die Blogparade steht unter  dem Motto „Was ist Euer herausragendes Thema für 2012?” Gesucht werden Beiträge, die sich mit den folgenden Inhalten befassen:

  • Um-/Neubau einer Ausstellungsfläche oder eines Museums
  • Neustrukturierung der Dauerausstellung/Sammlungsbestandes
  • Restaurierung eines Kunstwerkes
  • Konzeption und Durchführung einer geplanten Ausstellung
  • Vermittlungsangebote in der On- und Offline-Welt
  • Finanzierungskonzepte/Freundeskreis
  • Veranstaltungsreihe

„Kurzum - gefragt sind Themen, die die museale Arbeit in ihrer gesamten Bandbreite berühren”,

heißt es in der Ankündigung auf dem Blog.

Aufgrund der Vielschichtigkeit, dürfte für jedes Museum etwas dabei sein - und mit etwas Fantasie auch für andere Kultureinrichtungen. Gerade die drei letztgenannten Punkte dürften sowohl bei Theatern als auch bei Orchestern ein Thema sein. Beteiligen dürfen sich übrigens auch Kulturblogger.

Was ist eine Blogparade?

Eine Blogparade oder Blogkarneval,  ist eine „Blog-Veranstaltung”, bei der ein Blog-Betreiber - in dem Fall die Residenz München - als Veranstalter ein bestimmtes Thema festlegt, dieses als Blog-Beitrag veröffentlicht und andere Blogger dazu auffordert, innerhalb eines vorgegebenen Zeitraums einen Artikel zu diesem Thema im jeweils eigenen Blog zu veröffentlichen und auf den Ursprungsbeitrag zu verlinken. Am Ende listet der Organisator alle Beiträge, erstellt einen entsprechenden Abschlussblogbeitrag oder macht aus allen „Einsendungen” ein E-Book.

Wer, wann, wie?

  • Teilnehmer: Mitmachen können nicht nur Museen, sondern auch Kultureinrichtungen/-institutionen sowie Kulturbloger_innen
  • Stichwort: MUSEO-Blog-Parade 2012
  • Zeitraum: Die Blogparade läuft noch bis 23. März 2012
  • Verlinkung: Per Trackback auf den „Ursprungsbeitrag”, den Blogparadeninitiator”. (Zur Sicherheit auch noch in der Kommentarfunktion den Link angeben - nicht dass ein Beitrag verloren geht)
  • Twitter Hashtag: #MBlogParade2012

Warum mitmachen?

  • Um in einem größeren Kontext, Blick hinter die Kulissen zu gewähren
  • Durch die Teilnahme Vieler erhalten Kultureinrichtungen gebündelte Aufmerksamkeit
  • Um einen vielschichtigen Einblick in die faszinierende Welt musealer und kultureller Tätigkeit zu vermitteln
  • Um Eigen-PR für sich zu machen
  • Damit am Ende ein schönes E-Book rauskommt - wäre mein Wunsch!

Und für all diejenigen, die gerne mitmachen möchten, aber über keine eigenes Blog verfügen sowohl das Blog „aufbruch. museen und web 2.0 als auch ich stellen unser Blogs als Plattform zur Verfügung. Einfach unten Kommentar eingeben, wenn Interesse besteht.

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Twittern unterm „grünen Hügel der Kunst“

Freitag, Februar 24th, 2012

Der Erweiterungsbau des Städel Museums, Außenansicht, Foto: Norbert Miguletz © Städel Museum, Frankfurt am Main

Der Erweiterungsbau des Städel Museums, Außenansicht, Foto: Norbert Miguletz © Städel Museum, Frankfurt am Main

Bei der Pressekonferenz des Städel Museums am 22. Februar 2012 anlässlich der Erweiterung um den Sammlungsbereich Gegenwartskunst wurde der Erweiterungsbau als „grüner Hügel der Kunst” bezeichnet. Als Opern- und neuerdings Wagner-Fan gefällt mir diese Assoziation zu Bayreuth natürlich ganz besonders.

Die detaillierte Kunstberichterstattung überlasse ich den „klassischen” Medien. Nur soviel: Der Bau ist toll geworden und auch die Präsentation der Arbeiten gefällt mir ausnehmend gut.

In diesem Blogpost geht es um meine „one woman tweetup show”, wie Tanja Praske es nannte, und um generelles Twittern von Pressekonferenzen.

Bereits zum wiederholten Male war ich bei einer Pressekonferenz des Städels, um von dort zu twittern. Aber noch nie hat es so viel Spaß gemacht. Außerdem hatte ich den Eindruck, dass es gestern verstärkt wahrgenommen wurde. Die hohe Aufmerksamkeit und Akzeptanz war sicherlich einerseits dem aktuellen Thema Erweiterungsbau und andererseits der Tatsache geschuldet, dass das Städel Museum schon per se (online und offline) in vielerlei Hinsicht über einen guten Ruf verfügt und sich Follower leicht dafür begeistern lassen. Vorweg: Die Twitterei war meine Eigeninitiative und war nur insofern mit dem Städel Museum abgesprochen, als ich bei der Akkreditierung zur PK meine Twitter-Motivation kundgetan habe und wir uns über einen Hashtag (es waren dann letztlich zwei) verständigt haben. Ansonsten war ich völlig frei in meinem Tun. Und als Information am Rande: Im Erweiterungsbau selbst kann man leider aufgrund der dicken Stahlbetondecken nicht twittern, aber im übrigen Haus.

Warum es sich lohnt, von einer PK zu twittern

Die Frage, die bei solchen Aktionen ja immer sofort gestellt wird ist: Was bringt es einer Kultureinrichtung? Im Gegensatz zum Marketing bin ich als PR-Beraterin in der glücklichen Lage, sagen zu können:

  • mehr Aufmerksamkeit,
  • Steigerung der Reputation,
  • höhere Reichweite und vor allem die Möglichkeit,
  • mit dem Blick hinter die Kulissen Vertrauen aufzubauen, das letztlich in neuen Fürsprechern für die Kultureinrichtung münden kann.

Vor allem Letzteres ist dem Städel Museum mit der Bürgerkampagne „Frankfurt baut das neue Städel” ja im Vorfeld bereits Bestens gelungen.

Kultur vermitteln und Fürsprecher gewinnen

Für mich ist Event-Twittern (egal ob von PK, Tweetup oder Tagung) immer auch eine Form der Kulturvermittlung, weil die Follower „hautnah” am Geschehen dran sind und Infos erhalten, die sie sonst nicht erfahren, da sie den Journalisten vorbehalten sind.

Viele Kultureinrichtungen - wie auch das Städel Museum - machen ihre Pressematerialien auf ihren Websites mittlerweile für jedermann zugänglich. Aber mal ehrlich: Wie viele „Normalsterbliche” schauen sich tatsächlich die Presseinfos an? Statt selbst aktiv werden zu müssen, wird man bei Twitter dagegen förmlich auf den Event gestoßen, sofern man dem entsprechenden Account folgt, und kann einfach mitlesen. Wenn dann noch die Möglichkeit geboten wird, Fragen zu stellen, ist man der Funktion der Kulturvermittlung - zwischen kultureller Produktion und Rezeption zu moderieren - einen Schritt näher gekommen.

Der Reiz solcher Aktionen liegt immer auch darin, dass sich in der „Twitter-Gemeinde” Gespräche und Diskussionen entwickeln und sich verselbstständigen, wie dieses Beispiel zur Frankfurter Hängung zeigt:

Plötzlich hat man nicht nur jede Menge inhaltlichen Input, sondern auch eine riesige Reichweite.

Neue Dialogpartner erreichen und neugierig machen

Sobald Externe twittern, die über eine große Anhängerschaft verfügen, erreicht die PK auch Leute, die sich (noch) gar nicht für die Kultureinrichtung interessieren. Meine Follower wurden durch mein Twittern von der PK zwangsläufig auf das Städel gestoßen. „Entfollowed” hat mich deshalb niemand, im Gegenteil: Die Tweets wurden fleißig kommentiert und weitergeleitet, so dass der berühmt-berüchtigte Twitter-Schneeballeffekt eintrat. Das Städel Museum selbst hat ebenfalls Infos eingestreut und retweetet. Das Twittern von Pressekonferenzen lohnt daher nicht nur, um neue Zielgruppen zu erreichen, sondern auch um bereits vorhandene neugierig zu machen, wie dieses Beispiel zeigt:

Dos and Don’ts

Hashtag: Wir haben relativ spät einen Hashtag festgelegt und ihn auch erst am Tag selber kommuniziert. Empfehlenswert ist ein Hashtag, der eindeutig der Kultureinrichtung und der PK zuzuordnen ist. Dieser sollte dann auch bereits im Vorfeld auf möglichst vielen Kanälen kommuniziert werden.

Twitterwall: Eine Twitterwall ist für die Visualisierung aller Tweets sinnvoll. Wenn diese dann auch noch in der Kultureinrichtung selbst zu sehen ist, verschmelzen Online- und Offline-Welt.

Dialogförderung: Innovativ wäre es, Fragen aus der Online-Welt während der PK zuzulassen und sie auch zu beantworten. Das erfordert allerdings eine gute Moderation und Beobachtung des Geschehens. Die Fragen könnten aber auch gebündelt und nach dem Ende der PK in einem Blogpost aufgegriffen werden. Denkbar ist auch eine Twitter-Fragestunde innerhalb eines vorher festgelegten Zeitfensters.

Fazit

Ich fand es ein interessantes Experiment, das noch viel Spielraum für Kreativität lässt. Kommunikationstechnisch katapultiert solch ein Twitter-Event ein Thema explosionsartig nach oben, ebbt allerdings auch schnell wieder ab. Die Tweets sind nur für kurze Zeit sichtbar. Eine Zusammenfassung des Events in einem Blogbericht, um die Tweets nachhaltig festzuhalten, wäre daher ratsam.

Zur PK (und Eröffnung) des Städel Museums gab es gestern rund 170 Tweets (hier geht’s zum Archiv) mit dem Hashtag #staedel. Als Vergleichszahlen kann ich lediglich diejenigen der Münchner Tweetups heranziehen. Da wurden durchschnittlich 180 Tweets pro Tweetup verschickt. Von andern Pressekonferenzen ist mit lediglich eine weitere Ausstellungseröffnung bekannt ist, von der getwittert wurde (Haus der Kunst, hier twitterte Christian Gries).

Aufgrund des positiven Feedbacks habe ich das Twittern von Pressekonferenzen (und anderen Events) in mein Dienstleistungsportfolio aufgenommen. Man kann mich dafür buchen. Schicken Sie mir bei Interesse gerne eine E-Mail.

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