Posts Tagged ‘Kulturtipp’

Kulturtipp ¦ Rheingau Musik Festival

Freitag, Juni 25th, 2010

Morgen ist es wieder soweit: Mit Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 2 c-Moll wird in der Basilika von Kloster Eberbach das 23. Rheingau Musik Festival eröffnet. Bis 28. August finden 153 Konzerte an 42 Spielstätten im Rheingau und in benachbarten Regionen statt. Gerade die ungewöhnlichen Spielstätten machen für mich den besonderen Reiz des Festivals aus: Ob Kloster Eberbach, Schloss Johannisberg, der Kelterhalle in Oestrich, oder Schlösser, Kirchen und Weingüter wie die Seebühne von Schloss Vollrads oder der Steinberg - ihnen allen ist ein ganz spezifischer regionaler Charakter eigen.

Themenschwerpunkte in diesem Jahr sind „Fernweh”, „Schumann/Chopin 200. Geburtstag”, „Festival-Spezial: Oper” sowie das Komponistenporträt Kaija Saariaho. In dem neuen Veranstaltungsformat „Rendezvous mit …” stellt die Musikjournalistin Katharina Eickhoff ausgewählte Künstler in einem zwanglosen Gespräch vor. In diesem Jahr den Schlagzeuger Martin Grubinger, den Dirigenten Christoph Eschenbach und den Pianisten Menahem Pressler.

Zu Gast beim Rheingau Musik Festival sind auch in diesem Sommer wieder herausragende Solisten und Ensembles wie etwa Hélène Grimaud Daniel Barenboim, Diana Damrau, Ian Bostridge, Rudolf Buchbinder, Albrecht Mayer, Philippe Jaroussky, Paul Meyer, Xavier de Maistre  und, und, und …

Ausführliche Informationen zu allen Konzerten gibt es auf der Homepage des Rheingau Musik Festivals.

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Ausstellungstipp ¦ Spickzettel. Bloß nicht erwischen lassen!

Freitag, Juni 11th, 2010

Wer erinnert sich nicht an den wohl berühmtesten Spickzettel - den Zettel den Jens Lehmann bei der WM 2006 im Spiel gegen Argentinien aus dem Stutzen zog? Dieser und weitere 1.000 weniger prominente Mathe-Spicker, 12. Klasse Gymnasium, 2009 ©Schulgeschichtliche Sammlung Nürnberg Spickzettel aus 100 Jahren Schulgeschichte in allen Farben und Formen werden derzeit im Museum für Kommunikation Frankfurt in einer Wechselausstellung „Spickzettel. Bloß nicht erwischen lassen” präsentiert.

Lange geisterte die Frage durch die Medien, was denn nun wirklich auf Jens Lehmanns Zettel stand. Die Besucher des Museums für Kommunikation Frankfurt können sich nun selbst davon überzeugen, was sich der Nationalkeeper zu den gegnerischen Elfmeter-Schützen notierte. Neben den klassischen Spickzetteln aus Papier können in der Ausstellung aber auch umgebaute Armbanduhren, präparierte Schokolade, Hightech-Brillen und andere kuriose Basteleien bestaunt werden. Darüber hinaus warten spannende interaktive Stationen zum Mitmachen und Raten auf die Besucherinnen und Besucher.

Die in der Ausstellung gezeigten Spicker zeugen von Kreativität und handwerklichem Geschick - Fähigkeiten, die sich die Lehrer oftmals für den Unterricht wünschten - allerdings ohne Mogeleien. Schließlich ist effektives Lernen dem Herstellungsprozess eines Spickzettels ähnlich: Der Unterrichtsstoff muss komprimiert und zusammengefasst werden. Um mit den Stichworten etwas anfangen zu können, müssen auch die Inhalte dazu „sitzen”.

Im Mittelpunkt der Ausstellung, die vom Schulmuseum Nürnberg entwickelt und in Kooperation mit dem Museum für Kommunikation umgesetzt wurde, stehen die Funktion und Bedeutung des Spickzettels im Kosmos Schule. Eröffnet werden ungewohnte Einblicke in die Welt des Lernens: die Effekte des Spickens für die Leistungsmessung und die Lernstrategien von Schülerinnen und Schülern. Gezeigt werden auch historische Entwicklungslinien, der Spickzettel als internationales Phänomen, persönliche Erfahrungen und Geschichten von Schülerinnen und Schülern von 1900 bis heute sowie wissenschaftliche Erkenntnisse zu Motiven, Methoden und zur Verbreitung des Spickens. Die Ausstellung bietet somit einen faszinierenden, aber auch ernsten Blick auf die Vielschichtigkeit und Spannbreite des Themas Spicken.

Die Ausstellung ist noch bis 5. September 2010 zu sehen.

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