Posts Tagged ‘Kulturvermittlung’

KultUp - Tweet up your cultural life

Dienstag, Mai 15th, 2012

KultUp FanbannerVergangenen Donnerstag hat der 2. KultUp in Frankfurt stattgefunden. Organisiert werden die KultUps von Tanja Neumann und mir und wir haben diesen Twitter-Event unter das Motto „KultUp - Tweet up your cultural life” gestellt.

Nachdem ich an anderer Stelle schon einiges über Kultur-Tweetups und ihren Nutzen sowohl für die Rezipienten als auch für die Kultureinrichtungen geschrieben habe (etwa hier, hier oder auch in dieser Präsentation) möchte ich auch in dieser Stelle auf diese Veranstaltungsreihe eingehen, deren Ziel es ist, offline- und online-Welt zu verbinden und Kulturvermittlung zu betreiben. (weiterlesen…)

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Entfacht die aufbruch-Tagung einen Social-Media-Flächenbrand?

Donnerstag, April 26th, 2012

Das aufbruch-Team: Tanja Praske, Christian Gries, Sybille Greisinger, Hararld Link (von links); Foto: FrankTentler)

Das aufbruch-Team: Tanja Praske, Christian Gries, Sybille Greisinger, Hararld Link (von links); Foto: FrankTentler

Vor der Tagung sagte mir Christan Gries, einer der Mitorganisatoren, im Interview, dass mit der ersten Tagung

„eine Brandfackel geworfen [wurde], die deutlich Klärung bewirkt und Initiativen geweckt hat. Heute, ein Jahr später, sieht die Situation anders aus: viele Einrichtungen haben sich auf den Dialog mit dem Publikum eingelassen und sind in die eine oder andere Richtung der digitalen Landschaft „aufgebrochen”. Zuweilen war es unsere Konferenz, die dazu einen wichtigen Impuls setzen konnte.”

Ob nach dieser zweiten Tagung ein Social-Media-Flächenbrand (im positiven Sinne) ausbricht, bleibt abzuwarten. Veranstalter und Referenten haben auf jeden Fall ihren Beitrag geleistet, dass es soweit kommen kann. (weiterlesen…)

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Aufruf zur MUSEO-Blog-Parade 2012 der Residenz München

Mittwoch, Februar 29th, 2012

Carnevale Venezia S. Marco 25
Im Vorfeld zur Tagung “aufbruch. museen und web2.0” und des 1. Münchner stARTcamps am 20. und 21. April ruft die Residenz München zur Blogparade auf.

Die Blogparade steht unter  dem Motto „Was ist Euer herausragendes Thema für 2012?” Gesucht werden Beiträge, die sich mit den folgenden Inhalten befassen:

  • Um-/Neubau einer Ausstellungsfläche oder eines Museums
  • Neustrukturierung der Dauerausstellung/Sammlungsbestandes
  • Restaurierung eines Kunstwerkes
  • Konzeption und Durchführung einer geplanten Ausstellung
  • Vermittlungsangebote in der On- und Offline-Welt
  • Finanzierungskonzepte/Freundeskreis
  • Veranstaltungsreihe

„Kurzum - gefragt sind Themen, die die museale Arbeit in ihrer gesamten Bandbreite berühren”,

heißt es in der Ankündigung auf dem Blog.

Aufgrund der Vielschichtigkeit, dürfte für jedes Museum etwas dabei sein - und mit etwas Fantasie auch für andere Kultureinrichtungen. Gerade die drei letztgenannten Punkte dürften sowohl bei Theatern als auch bei Orchestern ein Thema sein. Beteiligen dürfen sich übrigens auch Kulturblogger.

Was ist eine Blogparade?

Eine Blogparade oder Blogkarneval,  ist eine „Blog-Veranstaltung”, bei der ein Blog-Betreiber - in dem Fall die Residenz München - als Veranstalter ein bestimmtes Thema festlegt, dieses als Blog-Beitrag veröffentlicht und andere Blogger dazu auffordert, innerhalb eines vorgegebenen Zeitraums einen Artikel zu diesem Thema im jeweils eigenen Blog zu veröffentlichen und auf den Ursprungsbeitrag zu verlinken. Am Ende listet der Organisator alle Beiträge, erstellt einen entsprechenden Abschlussblogbeitrag oder macht aus allen „Einsendungen” ein E-Book.

Wer, wann, wie?

  • Teilnehmer: Mitmachen können nicht nur Museen, sondern auch Kultureinrichtungen/-institutionen sowie Kulturbloger_innen
  • Stichwort: MUSEO-Blog-Parade 2012
  • Zeitraum: Die Blogparade läuft noch bis 23. März 2012
  • Verlinkung: Per Trackback auf den „Ursprungsbeitrag”, den Blogparadeninitiator”. (Zur Sicherheit auch noch in der Kommentarfunktion den Link angeben - nicht dass ein Beitrag verloren geht)
  • Twitter Hashtag: #MBlogParade2012

Warum mitmachen?

  • Um in einem größeren Kontext, Blick hinter die Kulissen zu gewähren
  • Durch die Teilnahme Vieler erhalten Kultureinrichtungen gebündelte Aufmerksamkeit
  • Um einen vielschichtigen Einblick in die faszinierende Welt musealer und kultureller Tätigkeit zu vermitteln
  • Um Eigen-PR für sich zu machen
  • Damit am Ende ein schönes E-Book rauskommt - wäre mein Wunsch!

Und für all diejenigen, die gerne mitmachen möchten, aber über keine eigenes Blog verfügen sowohl das Blog „aufbruch. museen und web 2.0 als auch ich stellen unser Blogs als Plattform zur Verfügung. Einfach unten Kommentar eingeben, wenn Interesse besteht.

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Public Relations sind nicht Medienarbeit

Dienstag, November 29th, 2011

Public Relations

PR Daily hat auf seiner Facebook-Seite kürzlich die Frage gestellt

„ If you could change one thing about being a PR pro, what would it be?”

PR Daily

Eine Antwort, die häufig genannt wurde war „Having to explain what I do for living over and over again” Auch ich kenne diese Frage bzw. das Erklären müssen zur Genüge und zwar nicht nur im Familien- und Bekanntenkreis, sondern auch von Kultureinrichtungen.

Ich hatte mich im Rahmen meines Vortrags zu „Kultur PR und Social Web” beim KMtreff ja schon mal den Begriff erklärt. Damals ging es um die Einbindung von Social Media in die PR-Arbeit. Heute soll’s etwas konkreter werden.

Public Relations sind - verkürzt gesagt - die Gewinnung öffentlichen Vertrauens, also das bewusste und legitime Bemühen um Verständnis sowie der Aufbau und die Pflege von Vertrauen in der Öffentlichkeit. Durch eine transparente Informationskultur nach innen und außen bauen PR-Leute Verständnis auf, das in Vertrauen resultiert und letztendlich aus Interessierten Fürsprecher macht. Konkret heißt das, dass jede Organisation - egal ob Unternehmen oder Kultureinrichtung - Menschen benötigt, um ihre Ziele zu erreichen. Zu diesen Menschen zählen die Mitarbeiter (interne Kommunikation) genauso wie die verschiedenen Teilöffentlichkeiten (externe Kommunikation) wie etwa potentielle Besucher, Journalisten, Dienstleister, Geschäftspartner, Sponsoren etc. Ich nenne diese Menschen Dialoggruppen, da Kultureinrichtungen durch die Social Media nicht nur Beziehungen eingehen, sondern weil im Social Web jeder zum Kommunikator wird. Mehr noch als in der herkömmlichen klassischen PR, sind diese Menschen mehr als Empfänger, sie sind Teil des Ganzen, reden (auch ungefragt) mit und rezipieren Partizipierend. All diesen Personen (intern und extern) muss ein klares Vorstellungsbild der Kultureinrichtung vermittelt werden: Wofür steht die Kultureinrichtung? Was macht sie so einmalig, dass sich andere angezogen fühlen? Mehr noch als früher hat PR hat vor diesem Hintergrund die Aufgabe, intern mit und für die Mitarbeiter ein klares Bild von der Organisation und ihrer Einzigartigkeit zu entwerfen. Nutzen die Mitarbeiter Social Media, werden sie auch von ihrer Einrichtung berichten - berufliches und privates verschwimmen zunehmend. Umso wichtiger ist es, dass die Mitarbeiter zufrieden sind und von der Einzigartigkeit ihrer Kultureinrichtung überzeugt sind und entsprechend kommunizieren. Haben die Mitarbeiter eine klare Vorstellung von der Einzigartigkeit ist es ein Leichtes auch die potentielle Besucher, Geschäftspartner, Sponsoren, ein klares Bild zu vermitteln.

Im Unterschied zur Werbung sind Public Relations auf Dauer angelegt und dienen der Reputation. Vom Marketing unterscheiden sie sich dahingehend, dass Marketing die Funktion hat, so Bernhard Heidel,

„die absatzpolitischen Instrumente eines Unternehmens unter Berücksichtigung des Konsumentenverhaltens zu gestalten”.

In meinem Berufsalltag mache ich oft die Erfahrung, dass Public Relations mit Medienarbeit gleichgesetzt wird. Dass diese Annahme viel zu kurz greift ist, zeigte schon der eingangs erwähnte Hinweis auf die Dialogpartner. Um das öffentlich Vertrauen zu gewinnen sind Newsletter, Flyer, Mitarbeiterzeitschriften, Events, Intranet und Internet, das Social Web sowie die Organisation und/oder Teilnahme an Symposien, um nur einige Beispiele zu nennen, geeignet. Kommuniziert werden hierdurch einerseits Informationen über ganz konkrete Leistungen einer Kultureinrichtung (z. B.  Ausstellungseröffnung, neues Theaterstück) und andrerseits  über den Kulturbetrieb allgemein (Vortragsreihen “Was ist Gegenwart” oder auch zu gesellschaftlichen Themen “Museum Public”).

Häufig wird der Fokus in den Public Relations zu sehr nur auf Kommunikation über die Leistungen gelegt. Ich unterscheide in meinem täglichen PR-Alltag zwischen „Produkt-PR” also die Kommunikation über neue Ausstellungen, Konzerttermine, Lesungen etc., die eher marketingorientiert ist, da sie auf den Verkauf von Tickets abzielen und punktuell (wenn auch kontinuierlich) auftreten. Parallel dazu stehen die Corporate-PR, die kontinuierlich mit übergreifenden, allgemeinen Informationen, Reputationsbildend wirken.

Meine These 1 lautet: Nur wer kontinuierlich Corporate-PR macht, wird längerfristig und nachhaltig auch Erfolg in der Produkt-PR haben, offline oder online. Für Kultureinrichtungen, auch für kleiner und mittlere, ist das Social Web auch aus Public-Relations-Sicht und hier insbesondere für Corporate-PR aus mehreren Gründen interessant. Nicht jede kleine Kultureinrichtung hat die Chance, in den klassischen Medien präsent zu sein sowie Flyer und Newsletter zu gestalten und Vortragsreihen oder Tage der offenen Tür zu organisieren. In dieser Hinsicht bieten Social Media eine Möglichkeit die Dialogpartner kontinuierlich auch mit dem „Blick hinter die Kulissen” an ihrer Arbeit teilhaben zu lassen und ihre Reputation zu schärfen.

Viele Kultureinrichtungen betreiben im Social Web allerdings nur Produkt-PR und wundern sich dann, dass ihr Social-Media-Engagement nur bedingt erfolgreich ist. These 2: Würden sie mehr Corporate-PR zulassen und sich auf Diskussionen einlassen, wären sie sicherlich auch begehrter. Zum einen bieten virtuelle Räume den Kultureinrichtungen die Möglichkeit, sich und ihre Kunst in einem neuen Umfeld zu präsentieren und erlebbar zu machen. Zum anderen führt der Mitmachgedanke, der Dialog, dazu, dass ein Meinungs- und Erfahrungsaustausch stattfindet - Kulturvermittlung  - und sich Aussagen über die Kultureinrichtungen viral verbreiten und die Reputation steigern.

(Der Beitrag war Teil meines Vortrags “Schafft PR mehr Zugang zur Kultur?” im Rahmen des Forum Kulturvermittlung der Pro Helvetia Stiftung)

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Kulturvermittlung transmedial

Mittwoch, Oktober 5th, 2011

screenshot_ken-barbieBei Transmedia Storytelling denke ich auch an die „Ken-will-Barbie-wiederhaben-Geschichte”. Hier hat Mattel verschiedenste Social Media genutzt, um die Wiedervereinigung des Traumpaares zu erzählen und auch die Dialogpartner einzubeziehen. Mehrfach hat Mashable darüber berichtet (u. a. hier  und hier).

Seit ich von dieser Geschichte gelesen habe, stelle ich mir von, wie es wohl wäre, in einer ähnlichen Form über die verschiedensten Social Media - transmedial eben - die Vorbereitungen zu einer Ausstellung oder eines Festivals zu erzählen. Von Anfang an die Dialogpartner am Entstehungsprozess teilhaben zu lassen: Wie entsteht die Idee zu einer Ausstellung oder zu einem Schwerpunktthema eines Festivals, wie wird angefangen, welche Telefonate und Meetings müssen abgehalten werden, welche Reisen unternommen. Wie werden Künstler und Arbeiten ausgewählt etc. Ein (fiktiver) Kurator oder eine Festivalleiterin könnte den Entstehungsprozesses durch Check-Ins, ergänzende Blogbeiträge und Notizen via Twitter, Google plus oder Facebook sowie Fotos der ausgewählten oder in der engeren Auswahl stehenden Arbeiten den Entstehungsprozess dokumentieren und die Dialogpartner mit auf die Reise nehmen.

Ich denke Geschichten rund um solch einen Entstehungsprozess sind vielfältig und spannende Geschichten (und Anekdoten) gibt es sicherlich viele zu erzählen. Durch diese Form des Geschichten-Erzählens über verschiedenste Medien hinweg könnten Kultureinrichtungen v. a. auch dem Aspekt der Kulturvermittelung hervorragend nachkommen. Die Neugierde wird geweckt, indem komplexe Zusammenhänge erklärt, Prozesse gestaltet und Beziehungen gepflegt werden. Und so dürfte am Ende einem realen Besuch dessen, was die Dialogpartner wochenlang online verfolgt haben, nichts mehr im Weg stehen.

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